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1600 Euro für die Schuke-Orgel

Silvesterspaziergang 1600 Euro für die Schuke-Orgel

Den Erlös des Silvesterspazierganges übergab Brandenburgs Stadtführerin Gabriele Gobi am Dienstag an die St.-Gotthardt-Gemeinde. Das Geld soll in die Sanierung der Schuke-Orgel fließen. Es handelt sich um eine Summe von 1600 Euro, die bei dem wieder einmal grandios besuchten Spaziergang zusammen kamen.

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Die über 500 Silvester-Spaziergänger wurden wieder auf einem Foto festgehalten.

Quelle: Hans-Uwe Salge

Brandenburg/H. Mehrere vierstellige Summen und viele kleinere Spenden nach den Gottesdiensten sind in der St. Gotthardt-Gemeinde mittlerweile für den Erhalt der Schuke-Orgel eingegangen. Mehr als ein heißer Tropfen, um auf die immerhin benötigten 70 000 Euro zu kommen, sind sicherlich die 1 600 Euro, die die Brandenburger Stadtführerin Gabriele Gobi am Dienstag an die Kirchmeisterin Bettina Damus und den geschäftsführenden Pfarrer Philipp Mosch übergab. „Für die über 500 Teilnehmer des Silvesterspazierganges ist es sicherlich interessant zu wissen, wohin der Erlös geflossen ist“, so Gabriele Gobi.

Insgesamt werden 70.000 Euro gebraucht

Die Orgel der St. Gotthardtkirche bot sich an, da es beim 23. Silvesterspaziergang schließlich um die Altstädter und ihre Geschichten gegangen war. Und das ursprünglich als Klosterkirche der Prämonstratenser geplante Bauwerk ist schließlich das älteste Gebäude der Altstadt von Brandenburg. Während das Gotteshaus somit in all den Jahrhunderten schon da war, gibt es die Orgel allerdings erst seit 30 Jahren.

Die Schuke-Orgel

Der Orgelbaumeister Joachim Wagner baute 1736 in die Gotthardtkirche ein barockes Instrument mit prächtigem Prospekt ein.

Ähnliche Instrumente installierte der bekannte märkische Orgelbaumeister auch in der St. Katharinen- und in der Domkirche.

Ein Brand zerstörte im am 5. Mai 1972 das kostbare Instrument, es war 1904/06 von Wilhelm Sauer umfassend verändert worden, in der St. Gotthardtkirche.

Das Innere der Kirche wurde durch den Brand und auch durch die Löscharbeiten schwer in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahre 1976 begann die Kirchengemeinde mit der umfassenden Renovierung des Inneren des Gotteshauses.

Es dauerte immerhin 14 Jahre, ehe die altstädtische Kirche wieder eine Orgel hatte. Die Firma Schuke, die den Auftrag dazu bereits 1979 erhalten hatte, baute sie seinerzeit ein.

Die Orgel von St. Gotthardt hat eine bedeutende Größe. Sie verfügt immerhin über 44 Register, drei Manuale und ein Pedal.

Der moderne Prospekt der Orgel stammt von der Firma Fritz Leweke.

Die Einweihung der neuen Schuke-Orgel erfolgte am 7. September 1986 mit einem feierlichen Festgottesdienst.

Persönlichkeiten der Altstadt, die beim Silvesterspaziergang Thema waren, wie der Spielzeug-Fabrikant Ernst Paul Lehmann, das Original Fritze Bollmann, Gertrud von Saldern, der Bürgermeister Simon Roter oder die Widerstandskämpferin Gertrud Piter, haben somit nie den Klang dieses Musikinstrumentes vernommen. Aber den nachfolgenden Generationen soll dieser Genuss nicht vorenthalten werden.

Orgel auch für Konzerte wichtig

Da Orgelsachverständige und Orgelbauer dazu raten, ein Instrument alle 15 bis 20 Jahre umfassend zu reinigen, ist die Zeit inzwischen längst reif. Die Potsdamer Firma Schuke hat die Kosten dafür auf 70 000 Euro veranschlagt und der Gemeindekirchenrat von St. Gotthardt dieses Angebot Ende vorigen Jahres akzeptiert. Nach der Spendenaktion für die Dachsanierung muss nun erneut um Geld gebeten werden. Denn aus dem laufenden Haushalt ist diese Summe nicht zu spenden.

Ein Ziel der Sanierung ist es auch durch kleinere Veränderungen das Klangspektrum des gewaltigen Musikinstrumentes zu erweitern. Denn die Orgel ist nicht nur für die Gottesdienste sehr wichtig, sondern auch für Konzerte. Im Sommer finden in St. Gotthardt wöchentlich Konzerte statt. Künftig soll die Schuke-Orgel aber auch als Unterrichts- und Übungsinstrument für die in der Stadt Brandenburg geplante kirchenmusikalische Ausbildungsstätte genutzt werden.

Von Marcus Alert

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