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Brandenburg/Havel 200 Kunden täglich im wieder eröffneten NP-Markt
Lokales Brandenburg/Havel 200 Kunden täglich im wieder eröffneten NP-Markt
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10:45 28.02.2018
NP-Marktleiterin Ellen Griehl gehörte auch 2015 schon zum Stammpersonal. Sie erlebte die spektakuläre Räumung damals mit. Quelle: Marion von Imhoff
Lehnin

Rund 200 Kunden am Tag pilgern seit der Wiedereröffnung des NP-Marktes in Lehnin vor wenigen Tagen zu dem Lebensmitteldiscounter. Mehr als zwei Jahre sind seit der spektakulären Schließung des Supermarktes wegen Einsturzgefahr vergangen.

Am 5. Dezember 2015 war der Markt binnen Minuten geräumt worden, nachdem die Bodenplatte unterspült worden war. In einem Hohlraum unter dem 560 Quadratmeter großen Geschäft war längere Zeit Wasser eingedrungen. Ursprünglich hatte die Edeka Minden-Hannover Stiftung& Co.KG die Wiedereröffnung für Dezember 2016 angekündigt. Doch die aufwendige Stabilisierung des Flachbaus zog sich hin. Hinzu kam ein Eigentümerwechsel der Immobilie, was die Planungen erschwerte. Noch im August vorigen Jahres hieß es seitens der Pressestelle, „einen Termin können wir nicht nennen. Es ist alles noch zu ungewiss“.

Kunden erfreut über NP-Wiedereröffnung

Umso größer ist jetzt die Erleichterung bei den Mitarbeitern und Kunden. „Es ist herrlich, dass der NP-Markt wieder geöffnet ist“, sagt Renate Baumgarten. „Ich habe das Geschäft wirklich vermisst. Es ist an diesem Ende Lehnins dringend nötig, besonders für uns Ältere“, sagt die 73-Jährige.

Marktleiterin ist Ellen Griehl. Sie gehört zum Team der fünf Festangestellten. Hinzu kommen fünf Pauschalkräfte. In den zwei Jahren der Schließung hat Ellen Griehl wie ihre Kollegin Karola Große in Nachbarfilialen ausgeholfen – „wenn jemand krank war oder Mangel an Personal war“. Vom bisherigen Personal sind nicht alle mehr dabei: „Vielen war die Zeit zu ungewiss. Verträge sind teilweise auch ausgelaufen.“ Neu eingestellt wurden deswegen zwei Festangestellte und die Pauschalkräfte, zu ihnen gehört als einziger Mann im Team der Hausmeister. Karola Große war so lange beim NP-Markt in Golzow beschäftigt. Jetzt ist sie froh: „Am schönsten ist es doch Zuhause!“

Räumung binnen Minuten

Ellen Griehl hatte Dienst an jenem 5. Dezember: „Alle Kunden ganz ruhig abkassieren. Von jetzt auf gleich alle raus“, hieß es. Anfangs dachte sie an einen Bombenalarm. Aber Fachleute hatten erkannt, dass das gesamte Gebäude unterspült war und die Sicherheit „für Kunden und Mitarbeiter nicht mehr gegeben war“, erinnert sich Ellen Griehl. „Man wollte ausschließen, dass etwas passiert und sagte, hier machen wir einen Cut.“ Betroffen davon war auch die Görzker Fleischerei Zimmermann, die eine Filiale in dem NP-Markt betrieb. Sie wich in ein Geschäft im Ortskern von Lehnin aus.

Saniert wurde der Untergrund wie das Kölner Stadtarchiv, das nach einem U-Bahn-Bau vor wenigen Jahren eingestürzt war. Arbeiter pumpten unter dafür Beton unter die Bodenplatte des NP-Marktes. Gebaut worden war der vor mehr als 20 Jahren. Wegen des feuchten Untergrundes wurde das Gebäude auf Pfähle gegründet.

Wegen der langen Schließzeit geht Ellen Griehl davon aus, dass einige Kunden für den NP-Markt verloren sind, weil sie sich umorientiert haben. „Für ältere Leute war die Zeit sicher eine Strapaze“, sagt sie.

Von Marion von Imhoff

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