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2016: Zehn Tote und viele Verletzte

Mehr Unfälle auf Westbrandenburger Autobahnen 2016: Zehn Tote und viele Verletzte

Die Polizei in Westbrandenburg zieht eine dramatische Bilanz. Auf ihren Autobahnabschnitten gibt es immer mehr Unfälle. Deren Zahl ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gestiegen. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben. Wie die Polizei den Anstieg stoppen will.

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Zwei ausgebrannte Lkw gab es im Juni auf der A 2. Das war einer von über 2600 Unfällen auf Westbrandenburger Autobahnen.

Quelle: Julian Stähle

Mittelmark. Die Polizeidirektion West hat eine dramatische Bilanz der Unfallentwicklung auf den Autobahnen im vergangenen Jahr gezogen. Auf den Abschnitten in ihrer Verantwortung kam es 2016 zu genau 2627 Verkehrsunfällen. Das macht im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 22 Prozent aus. Betroffen sind fast 200 Kilometer auf den Autobahnen 2, 9, 10 und 110. Besonders tragisch ist die Zahl der dort getöteten Personen. Insgesamt kamen auf den Autobahnabschnitten der Polizeidirektion West zehn Menschen ums Leben. 2015 waren es neun Personen für die jede Hilfe zu spät kam.

Gerald Selinger, Leiter der Verkehrspolizei, erklärt die steigenden Unfallzahlen vor allem mit menschlichem Versagen. Es wird schneller gefahren, als erlaubt. Sicherheitsabstände finden keine Beachtung. Andere beherrschen ihr Fahrzeug nicht. Und immer wieder kommt es zu Fehleinschätzungen der jeweiligen Verkehrssituation. Die Polizei will deshalb weiter ihre täglichen Verkehrskontrollen an unfallträchtigen Stellen fortsetzen.

Ein Transporter fährt im Mai 2016 auf der A 2 auf einen Lkw auf

Ein Transporter fährt im Mai 2016 auf der A 2 auf einen Lkw auf.

Quelle: Julian Stähle

Selinger kündigte gegenüber der MAZ an: „Wir sind in der Lage mit dem neuen Geschwindigkeitsmessgerät Enforcement Trailer auch in engen Baustellenbereichen, wie beispielsweise am Dreieck Nuthetal, Tempokontrollen durchzuführen und in Kombination mit dem Videowagen unfallträchtige Verkehrsverstöße festzustellen.“ Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle auf den Autobahnabschnitten , bei denen Personen zu Schaden kamen, von 208 (2015) auf 258 (2016). Das ist ein Anstieg um 24 Prozent. Insbesondere bei den Unfällen durch unangepasste Geschwindigkeit musste ein Anstieg von fast 47 Prozent festgestellt werden. Und zwar von 216 auf 317. Auch die Abstandsunfälle nehmen deutlich zu. 460 davon wurden 2016 gezählt, im Jahr davor waren es 353.

Mit den steigenden Unfallzahlen nimmt die Belastung hauptamtlicher Rettungskräfte und ehrenamtlicher Feuerwehrleute auf den Autobahnen weiter zu. Vor allem die Stützpunktfeuerwehren an der A 2 wie Lehnin und Ziesar müssen Tag und Nacht mit Alarmierungen rechnen.

 

Von Frank Bürstenbinder

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