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Neue Praxis für akute Leiden am Abend und Wochenende

21 Ärzte sollen ab Montag die Notaufnahme des Klinikums entlasten Neue Praxis für akute Leiden am Abend und Wochenende

21 Ärzte stehen ab Montag außerhalb der üblichen Praxiszeiten abwechselnd bereit, um akute kleine und etwas größere Beschwerden zu behandeln. Patienten müssen also zu bestimmten Zeiten nicht mehr nach dem Bereitschaftsarzt forschen, sondern fahren gleich zur Klinik. Damit wird dann auch die Notaufnahme entlastet.

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Quelle: STG Brandenburg

Brandenburg an der Havel. Wohin mit dem Bauchschmerz oder hohem Fieber, wenn ausgerechnet in dem Moment die Arztpraxen geschlossen sind? Von Montag an gibt es eine neue ärztliche Anlaufstelle. Denn am 2. Juni öffnet die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Städtischen Klinikum in der Hochstraße. 21 Ärzte stehen außerhalb der üblichen Praxiszeiten abwechselnd bereit, um akute kleine und etwas größere Beschwerden zu behandeln. Patienten müssen also zu bestimmten Zeiten nicht mehr nach dem Bereitschaftsarzt forschen, sondern fahren gleich zur Klinik.

Die Bereitschaftspraxis ist geöffnet montags, dienstags und donnerstags 19 bis 21 Uhr, mittwochs und freitags 15 bis 21 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen können die Patienten von 9 bis 19 Uhr dorthin kommen. Außerhalb dieser Zeiten, also am späten Abend und nachts bleibt alles beim Alten. Nachts bleibt der ärztliche Notdienst zuständig (Tel.  116117).

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und das Klinikum versprechen sich eine stärker zielgerichtete Versorgung kranker und verletzter Menschen. Bisher gilt die Rettungsstelle als Auffangbecken für alles und jeden statt nur für Notfälle. In der Notaufnahme ist es immer wieder zu unnötig langen Wartezeiten gekommen, weil dort Patienten medizinische Hilfe suchten, die zwar akute Beschwerden, aber keine bedrohlichen Erkrankungen haben. Etwa 30 Prozent der Menschen wenden sich dort hin, obwohl sie beim Bereitschaftsarzt besser aufgehoben wären. KV und Klinikum möchten diese Patienten umleiten und dadurch die Notaufnahme entlasten. Rettungsstelle und die neue Praxis liegen in nächster räumlicher Nähe zueinander. So können beide Einrichtungen Hand in Hand arbeiten. Patienten mit unklaren Befunden werden an beiden Stellen bewertet und je nach Fall umgehend in die Notaufnahme oder eben in die KV-Bereitschaftspraxis geleitet, erklärt Klinikum-Sprecher Olaf String.

21 Kassenärzte wechseln sich ab Montag mit dem Dienst in der Bereitschaftspraxis ab. Die meisten von ihnen sind Allgemeinmediziner, die übrigen HNO-Ärzte, Kinder- und Jugendpsychiater, Arbeitsmediziner und Internisten. Sie praktizieren in der Stadt Brandenburg und Umgebung. Hinzu kommt das Praxispersonal, das sich beispielsweise um die Anmeldung kümmert. Die Räume und die technische Ausstattung der Praxis stellt das Städtische Klinikum und erhält dafür eine Vergütung durch die KV. „Wir ergänzen damit in der Stadt Brandenburg den ärztlichen Bereitschaftsdienst in seiner jetzigen Form“, sagt KV-Vorstand Hans-Joachim Helming.
Info: KV RegioMed Bereitschaftspraxis am Städtischen Klinikum ,Hochstraße 29, Interdisziplinäres Aufnahmezentrum, Haus 3, Ebene 0,
Tel.  03381/412845

Von Jürgen Lauterbach

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