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30 Jahre mit Durchblick

Jeseriger Glasermeister begeht Jubiläum 30 Jahre mit Durchblick

Die Meisterarbeit hängt am Bürofenster. Vor genau 30 Jahren musste Mathias Dommnich (52) aus Jeserig der strengen Prüfungskommission seine zu 90 Prozent aus Modellschnitten bestehende Bleiverglasung vorstellen. Dommnich bekam den Glaser-Meisterbrief und wenige Tage später die Gewerbeerlaubnis dazu.

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Mathias Dommnich (r.) mit seinen langjährigen Mitarbeitern Mona Braun und Stephan Puppe.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Jeserig. Die Meisterarbeit hängt am Bürofenster. Das einfallende Licht spielt mit den bunten Scheiben, die einen Vogel zeigen, wie er sich einen Fisch schmecken lässt. Vor genau 30 Jahren musste Mathias Dommnich (52) der strengen Prüfungskommission seine zu 90 Prozent aus Modellschnitten bestehende Bleiverglasung vorstellen. Die Arbeit überzeugte die alten Hasen. Dommnich bekam im Oktober 1985 den Meisterbrief und wenige Tage später die Gewerbeerlaubnis dazu.

„Ausführung von Glaserarbeiten entsprechend der jährlichen Bilanz und innerhalb dieser Bilanz. Sicherung des Bedarfs im Gemeindeverband Jeserig.“ So lautete damals die Aufgabenstellung in der vom Rat des Kreises ausgestellten Gewerbegenehmigung. Im 30. Jubiläumsjahr erinnert sich Dommnich: „Leute einstellen durfte ich nur nach persönlicher Absprache mit dem Kreisbaudirektor.“ So fing der Jeseriger, der sein Handwerk bei dem Brandenburger Glasermeister Klaus Schilder in der Kurstraße erlernte, mit einem Mitarbeiter an. Arbeit gab es genug. Die Gärtnereien der Umgebung schrien nach Glas, die ausgewechselten Frontscheiben bei Baumaschinen und Mähdreschern hat Dommnich nicht mehr gezählt. Für die private Nachfrage blieb bei dem zugeteilten Kontingent nicht mehr viel übrig.

„Wir hatten gut zu tun, aber zurück wünsche ich mir diese Zeit nicht“, sagt Dommnich, der in 30 Jahren Selbstständigkeit viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Mit derzeit neun Mitarbeitern kümmert sich der Chef um das Wohl und Wehe der Glaserei, die rund 70 Prozent ihres Umsatzes mit der Montage von Bauelementen, wie Fenster, Türen und Terrassendächer für kommunale Auftraggeber, Industrie und Privatleute erarbeitet. Auch die immer strenger werdenden Auflagen beim Brandschutz an öffentlichen Gebäuden und das Bedürfnis nach mehr Sicherheit beschert den Jeserigern eine gute Auftragslage zwischen Potsdam, Premnitz und Brandenburg.

Glasermeister Stephan Puppe in der Montage, aber auch Bettina Damrath und Mona Braun im Büro gehören seit vielen Jahren zum Stammpersonal. Immer wieder wurden Lehrlinge ausgebildet. Für das Ausbildungsjahr 2016/17 sucht der Firmenchef schon jetzt nach jungen Leuten, die eine Lehre als Glaser oder Kaufmann beginnen wollen. „Leider wird es immer schwieriger Lehrlinge zu bekommen. Das Handwerk ist für junge Leute offensichtlich nicht mehr attraktiv“, schätzt Dommnich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ein.

Für den Firmenchef selbst ging vor 30 Jahren mit dem Gewerbeschein ein großer Traum in Erfüllung. Er habe sich schon als Kind vorgenommen, sich eines Tages selbstständig zu machen, erinnert sich Dommnich. Bereut habe er es nie. Schon sein Vater war als Bilderrahmenbauer selbstständig. Und auch der Großvater war als Kaufmann sein eigener Chef. Jetzt ist es Sohn Tobias, der in die Fußstapfen von Mathias Dommnich tritt. Er absolviert gerade einen Meisterlehrgang.

 

 

Von Frank Bürstenbinder

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