Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel E-Mobilität: 2019 kommen 30 neue Tankstellen
Lokales Brandenburg/Havel E-Mobilität: 2019 kommen 30 neue Tankstellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 11.02.2019
Mit dem kostenlosen Laden ist bald Schluss, dafür gibt es zum Jahresende auch viel mehr Säulen in der Stadt. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

30 Ladeplätze für Elektroautos werden die Stadtwerke Brandenburg noch in diesem Jahr errichten. Die 15 Säulen mit jeweils zwei Ladeanschlüssen werden in der Innenstadt, beispielsweise am Neustädtischen Markt, sowie am Hauptbahnhof aufgestellt, sagt Gregor Wölm, der StWB-Experte für E-Mobilität.

„Es sollen ja auch Standorte sein, die kommerziell für uns sinnvoll sind. Wir haben vor zehn Tagen den Genehmigungsantrag bei der Stadt eingereicht und erwarten die Erlaubnis für Ende kommender Woche.“

Die Stadt trage zwar nichts zu den Investitionen von rund 200.000 Euro bei, stelle aber die Flächen für die Säulen sowie die Parkplätze zur Verfügung. Es gibt seit einigen Monaten dafür eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Stadtwerken.

Damit dürfte sich die Dauerbelegungssituation an den beiden vorhandenen öffentlichen Ladesäulen am Hauptbahnhof und auf dem Stadtwerke-Parkplatz etwas entspannen. Die MAZ hatte in der vergangenen Woche darüber berichtet.

Und die neuen Säulen werden auch nicht mehr kostenfrei sein. Ende vorigen Jahres ist das Unternehmen dem Verbund Ladenetz.de beigetreten. Seit 2010 schließen sich auf kommunaler Ebene Energieversorger im Verbund zusammen, nach dem Motto „Von Stadtwerken für Stadtwerke“.

175 Stadtwerke sind bereits dabei und bieten aktuell ein deutschlandweites Netz von 2200 Ladepunkten. Das seien 75 Prozent aller öffentlichen Ladepunkte in Deutschland.

Das Laden soll laut Wölm ein Kinderspiel sein. „Die E-Mobil-Fahrer schließen mit uns einen Vertrag, bekommen dort eine Karte, mit der sie überall Strom tanken können.“

Die Ladekarte ist eine so genannte RFID-Karte. Die Abkürzung steht im Englischen für „radio-frequency identification“, also Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen. Sie wird an der Ladesäule nur vorgehalten, den Rest übernimmt die Elektronik. „Wenn ein Kunde beispielsweise in Hamburg oder in Stuttgart an einer Säule von Ladenetz.de ,tankt’, bekommt er von dort keine Rechnung, er muss auch keine Kreditkarte zücken“, sagt Wölm.

„Unsere Kunden haben mit den Stadtwerken Brandenburg einen Vertrag. Mit den Partnerstadtwerken rechnen wir intern ab.“ Die Kunden müssten ohnehin nicht Rechnungen kontrollieren oder Protokoll über die gezapfte Strommenge führen. „Wir planen, zum Start eine Flatrate einzuführen, bei dem monatlich ein Betrag X gezahlt wird. Die Kunden können so häufig wie sie wollen zur Ladesäule fahren.“ Wie hoch der Betrag genau ist, stehe noch nicht fest.

Zuerst müsse die Stadt die ordnungsbehördliche Genehmigung für die neuen Säulen geben, das soll nur eine Formsache sein, schließlich sind die Standorte aus der Arbeitsgruppe bekannt. Dann schreiben die Stadtwerke das Errichten der Säulen aus, es gibt verschiedene Anbieter dafür auf dem Markt.

Das Energieunternehmen bemüht sich zudem um Fördermittel aus dem so genannten RENplus-Programm. Mit dessen Hilfe werden Technologien zum Vermeiden von Kohlendioxid-Emissionen bezuschusst. Dann wird relativ schnell gebaut. Und erst am Ende stehen die tatsächlichen Preise fest.

Von André Wirsing

17 von 46 Brandenburger Stadtverordneten stellt die CDU. Die Kreischefin Dietlind Tiemann fordert: Es sollen mehr werden. Mit bekannten Gesichtern und nur wenigen Überraschungen startet die Partei nun in den Kommunalwahlkampf.

11.02.2019

Die Brandenburger Berufsfeuerwehr hat sich am Montag am Twitter-Gewitter beteiligt, bei dem die Retter deutschlandweit ihren Alltag im Netz posten. Star des Tages war überraschend eine Maschine.

11.02.2019

Auch der einstige Standortübungsplatz Fohrde ist jetzt Wolfsland. Das belegen Aufnahmen, die Wildtierfotograf Björn Bleiß präsentiert. Aus einem Tier könnte bald ein Rudel werden.

11.02.2019