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Brandenburg/Havel 3500 Bäume mussten fallen
Lokales Brandenburg/Havel 3500 Bäume mussten fallen
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10:42 07.02.2018
Nicht jede Fäll-Aktion muss beantragt werden, genau geregelt ist das in der städtischen Baumschutzverordnung. Quelle: MAZ/Michael Hübner
Brandenburg/H

In einer Datenbank werden die Ab- und Zugänge der Gehölze seit dem Jahr 2011 erfasst. Laut der vor zwölf Jahren von den Stadtverordneten beschlossenen Baumschutzsatzung muss für viele Fällungen ein Antrag an die Untere Naturschutzbehörde gestellt werden. Die BaumschutzVerordnung stellt indes in ihrem Paragrafen 2 viele Bäume von der Anwendung des Schutzes frei. Ausnahmen gibt es in der Regel bei Bäumen und nicht geförderten Kletterpflanzenbeständen auf Grundstücken mit einer vorhandenen Bebauung bis zu zwei Wohneinheiten oder einer vorhandenen Bebauung mit einem Wochenendhaus. Ähnliches gilt für Obstbäume mit Ausnahme von Walnuss uns Esskastanie.

Die Statistik könne daher nur über Fällungen geschützter und beantragter Bäume Auskunft geben „Erfasst sind die beantragten Bäume und die beauflagten Ersatzpflanzungen. Zusätzlich wurde die Summe der beauflagten Ausgleichszahlung erfasst. Eine Ausgleichszahlung wird beauflagt, soweit eine Pflanzung erforderlich und aufgrund der Grundstücksgröße durch den Antragsteller nicht oder nicht vollständig möglich war“, sagt Scheller. Auf diese Weise sind von 2011 bis 2017 genau 179.266 Euro in die Stadtkasse geflossen. Es gibt aber auch Ausnahmen: In einigen Fällen werden keine Ersatzpflanzungen beauflagt. Das passiert beispielsweise bei Fällungen, welche die Entwicklung des übrigen Baumbestands unterstützen. Auch wird zum Teil aus gestalterischen oder Platzgründen ein über dem Standard liegender Stammumfang für die Ersatzpflanzung festgelegt, was dazu führt, dass weniger Bäume gepflanzt werden müssen.

Die meisten Bäume wurden im Jahr 2012 gefällt, nämlich 879, gleichzeitig mussten 545 Bäume nachgepflanzt werden. Von 2014 bis 2016 sank die Zahl der Kettensägen-Aktionen auf weniger als 340, erst im vergangenen Jahr stieg sie wieder auf 642 an.

Seitr 2011 gab es auch insgesamt 80 Verfahren zu Ordnungswidrigkeiten, vor allem bei ungenehmigten und illegalen Fällungen.

Von André Wirsing

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