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Brandenburg/Havel 4.000-Euro-Dieb kommt mit Bewährung davon
Lokales Brandenburg/Havel 4.000-Euro-Dieb kommt mit Bewährung davon
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16:33 18.04.2016
4000 Euro zog der Dieb aus dem Briefumschlag in der Hosentasche. Quelle: dpa
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Kirchmöser

Ein praller Briefumschlag, gefüllt mit lauter 500-Euro-Scheinen: Diese Versuchung war zu groß für den 26 Jahren alten Angeklagten aus Kirchmöser. Im vergangenen September war Philipp G., der sich wegen Diebstahls vor dem Amtsgericht Brandenburgverantworten musste, im Dorotheenhof in Bensdorf beschäftigt.

Eines Tages sollte er etwas aus dem Keller des Lokals holen. Dort entdeckte er eine Hose des Besitzer, die über einer Stuhllehne hing, und vor allem erblickte er einen dicken Briefumschlag in der Hosentasche. Neugierig geworden schaute er nach und sah lauter große Geldscheine.

Täter erspäht Geldscheine – und greift zu

Spontan dachte der vorbestrafte Philipp G. an die 600 Euro, die er als Bewährungsauflage an den Weißen Ring noch zahlen musste, also an die Organisation, die sich um Kriminalitätsopfer kümmert.

Kurzerhand griff der Angestellte in den Umschlag und nahm 16 der 60 Scheine heraus, 4000 Euro. Er hantierte an einem Fass herum, als plötzlich der Besitzer im Keller erschien. Der erblickte Philipp G. zwar, blieb aber arglos.

Erst später dämmerte dem Handwerksmeister aus Sachsen-Anhalt, dass er ja einen Umschlag mit 30 000 Euro unbeaufsichtigt im Keller zurückgelassen hatte. Eilig stieg der die Treppen hinab und stellte erleichtert fest, dass in seiner Hosentasche noch immer der dicke Umschlag steckte.

Besitzer bemerkt zunächst nichts

Den Verlust der 16 Scheine bemerkte er erst am Abend zu Hause. Er stellte Philipp G. zur Rede, der zunächst alles abstritt, schließlich aber von sich aus den Dorotheenhof-Eigentümer anrief und den Diebstahl eingestand.

Zu dem Zeitpunkt hatte Philipp G. bereits 600 Euro an den Weißen Ring überwiesen und 200 Euro verjuxt. Den größten Teil des Geldes gab er jedoch schnell zurück. Wie schnell und welche Summe genau, blieb in der Gerichtsverhandlung unklar. Jedenfalls ging der Handwerker auf Nummer sicher und zeigte den Angestellten seines Geschäftsführers an.

Das Gericht gibt ihm eine letzte Chance

Die Staatsanwältin, Rechtsanwältin Verena Duchow und Richterin Ellen Hofmann waren sich darin einig, dass Philipp G. trotz seiner laufenden Bewährung noch eine letzte Chance verdient und die sechsmonatige Freiheitsstrafe nicht im Gefängnis absitzen muss, wenn er sich die nächsten drei Jahre nichts zu schulden kommen lässt.

Die Juristen hielten ihm seine schwierige soziale und familiäre Situation zugute, berücksichtigten auch, dass der junge Mann kein wirklich böser Mensch ist, sondern eine naive Art der Problemlösung verfolgte.

Von Jürgen Lauterbach

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