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Brandenburg/Havel 40 neue Flüchtlinge pro Woche
Lokales Brandenburg/Havel 40 neue Flüchtlinge pro Woche
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02:17 22.11.2015
Die Notunterkunft in der Sophienstraße.  Quelle: J. Steiner
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Brandenburg an der Havel

 Der Flüchtlingsstrom nach Brandenburg ist derzeit nicht so stark wie vom brandenburgischen Innenministerium zunächst prognostiziert. Zurzeit kommen pro Woche 40 Schutzsuchende vor allem aus Syrien in der Havelstadt an. Das teilte am Donnerstag Sozialbeigeordneter Wolfgang Erlebach (Die Linke) der MAZ mit.

Noch am 4. November war die Rede davon, dass sich bis zum Ende des Jahres die Zahl der Flüchtlinge auf über 1000 Männer, Frauen und Kinder verdoppeln könnte. „Doch dafür müssten rund 80 jede Woche zu uns kommen“, sagt Andreas Griebel, Kreisvorstand des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Brandenburg, das mehrere Flüchtlingsheime in Brandenburg im städtischen Auftrag betreibt.

Erwartete Zahlen bleiben aus

Um für den Fall deutlich zunehmender Flüchtlingszahlen gewappnet zu sein, soll notfalls eine weitere Behelfsunterkunft eröffnen werden. Nächste Woche entscheidet die Stadtverwaltung Erlebach zufolge, welches Gebäude dafür ausgewählt wird. Weitere Angaben dazu lehnte er ab.

Die Flüchtlingsnotunterkunft in Kirchmöser ist nach kurzem Leerstand wieder komplett mit 76 Männern bewohnt. Die bisherige Leiterin Sina Gehlhaar ist mit den 81 Männern, die dort zuerst untergebracht waren, ins neue Flüchtlingsheim in der Fohrder Landstraße gezogen.

Neue Leiterin in Kirchmöser ist Christin Behrendt. Die 28-jährige Sozialarbeiterin stammt aus Brandenburg. Sie verständigt sich mit den Neuankömmlingen auf Englisch. „Das klappt gut. Ein Flüchtling spricht sogar schon gut Deutsch.“ Am Donnerstag war Christin Behrendt mit 30 Flüchtlingen im Sozialamt, um diesen beim Ausfüllen von Formularen zu helfen.

Sozialamt völlig überlastet

„Bis zum Anschlag“ arbeiten derzeit die Kollegen in der zuständigen Abteilung des Sozialamtes. „Der Personalbedarf ist gerade ein großes Thema“, sagt Kerstin Schöbe, Fachbereichsleiterin für Jugend, Soziales und Gesundheit. Für den Bereich Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zum Lebensunterhalt und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind acht Mitarbeiter tätig. Von ihnen arbeiten zwei schwerpunktmäßig für den Bereich Asylbewerberleistungsgesetz.

 „Auch der neue Stellenbedarf von insgesamt sechs Stellen zuzüglich einer Stelle für den Bereich Hilfe in besonderen Lebenslagen und Krankenhilfe bezieht sich zunächst auf den ganzen Aufgabenbereich, wird aber maßgeblich durch den erheblichen Zuwachs von Flüchtlingen und Asylbewerbern bedingt“, sagt Schöbe.

Neue Stellen werden geschaffen

Für die Ausländerbehörde sind jetzt zwei weitere Stellen – zunächst befristet für zwei Jahre – ausgeschrieben worden als Sachbearbeiter für Ausländer- und Asylrecht. Sollten diese besetzt werden können, arbeiten acht Männer und Frauen dort.

In der ersten Dezemberwoche wird das frühere Gebäude der Nicolaischule als Notunterkunft eröffnet. Seit einigen Tagen schon ist es fertig eingerichtet mit Betten, Schränken und Tischen. Dort finden 160 Flüchtlinge Obdach bis zum Frühjahr. In der Notunterkunft in der Sophienstraße dagegen werden zudem Plätze frei, weil nach Angaben von DRK-Vorstand Andreas Griebel Familien von dort ins Asylbewerberheim in der Flämingstraße umziehen können. Dort ist für sie Platz, weil Flüchtlinge und Asylbewerber Wohnungen erhalten haben. Flüchtlinge ziehen also von Einrichtung zu Einrichtung und am Ende im individuellen Idealfall in eine Wohnung.

Von Marion von Imhoff

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