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4000-Euro-Bild fürs Jugendtheater versteigert

Brandenburg an der Havel 4000-Euro-Bild fürs Jugendtheater versteigert

Zwei Kunstwerke – „Schneewittchen“ und „Snowbody“ – hat Ausstellungsmacher Christian Kneisel am Ende der Ausstellung „Schnee_TREIBEN“ in der Kunsthalle Brennabor versteigert. Den Erlös des ersten Gemäldes in Höhe von 4000 Euro hat Künstlerin Niq Nanu Daah dem Jugendtheater gespendet.

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Die Mitglieder des Brandenburger Jugendtheaters freuen sich über 4000 Euro, die das versteigerte Bild „Schneewittchen“ ihnen eingebracht hat.

Quelle: Rüdiger Böhme

Brandenburg/H. Was für ein Glück, dass beide einander begegnet sind. „Sie sehen aus, als ob Sie ein Künstler wären“, sprach die Malerin Niq Nanu Daah bei der Vernissage ihrer Ausstellung „Schnee_TREIBEN“ in der Kunsthalle Brennabor den Brandenburger Darsteller Steffan Drotleff an.

Nach kurzer Unterhaltung wusste die freischaffende Malerin und Fotografin, die sich das Pseudonym Niq Nanu Daah zugelegt hat, nicht nur, dass Drotleff die Brandenburger Jugendtheatergruppe leitet. Sie erfuhr auch, dass er großes Interesse hatte an ihrem Vorschlag, mit seiner Truppe bei der Finissage zum Thema der Ausstellung eine Performance aufzuführen.

Bereits in der Woche nach der Ausstellungseröffnung trafen sich am 1. November neun Mitglieder des Brandenburger Jugendtheaters, davon drei Syrer, ein Brasilianer und eine Belgierin, mit ihrem Leiter in der Kunsthalle und ließen sich von der Zauberwelt, die Niq Nanu Daah mit ihren Bildern geschaffen hat, inspirieren.

„Ich möchte den Moment festhalten, wenn Millionen von Schneeflocken fallen, alles sich von klaren Umrissen verabschiedet und nur noch vage Formen erkennbar sind. Diese lassen träumen und neue Fantasiegebilde entstehen“, berichtet die einstmalige Studentin der Betriebswirtschaft und Kunstgeschichte über ihre Empfindungen beim Malen von Schnee. Das klingt fast wie eine Regieanweisung.

Die jungen Schauspieler haben die gesamte Performance in sieben Proben selbst entwickelt. Am Anfang stand ein Brainstorming, in das sie ihre Eindrücke aus der Ausstellung eingebracht haben. In Improvisationen haben sie sich dann die Darstellung ganz unterschiedlicher Gefühle erarbeitet, anfangs noch mit Sprache, die sie nach und nach ganz weggelassen haben.

Nur im Schlussbild von acht Szenen ertönt ein mehrfaches Ha! das bei den einen kräftig klingt und Triumph ausdrückt und bei anderen zaghaft ist und ihre Angst hörbar macht. Ariane Schäfer (15) hat die Performance auf der Flöte begleitet und die Musik aus Star Wars, dem Arioso von Bach und aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“ selbst zusammengestellt.

Von der Performance soll ein Film entstehen, der vielleicht bei der nächsten Vernissage von Niq Nanu Daah in New York gezeigt wird. „Weiß ist keine Farbe, aber, wie die Künstlerin es ausdrückt: „Die Reinheit und das intensive Weiß von Schnee, gepaart mit dem Gefühl von Einsamkeit, das einen zutiefst ergreift, hat mich schon immer fasziniert und mich zum Träumen verführt, Farbe in diese Mischung zu werfen.“ Und so kommt bei der Künstlerin das Quäntchen Mutwilligkeit hinzu, das aus ihren Malereien Kunstwerke entstehen lässt.

Zwei dieser Kunstwerke – „Schneewittchen“ und „Snowbody“ – hat Ausstellungsmacher Christian Kneisel nach der Performance des Jugendtheaters versteigert. Den Erlös des ersten Gemäldes in Höhe von 4000 Euro hat die Künstlerin dem Jugendtheater gespendet. Was für ein Glück.

Das Gemälde „Snowbody“ wird in Brandenburg bleiben. Es wechselte für 3500 Euro den Besitzer.

Von Ann Brünink

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