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Brandenburg/Havel 47 neue Verträge beim Engagement-Marktplatz
Lokales Brandenburg/Havel 47 neue Verträge beim Engagement-Marktplatz
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14:42 14.03.2019
Die Mitarbeiterin der Gemeindenahen Psychiatrie Conny Schaefer schaut zu, als Maximilian Peters eine Kooperationsvereinbarung unterschreibt. Der Auszubildende beim Brandenburger ZF-Getriebewerk hilft ehrenamtlich, ein Hochbeet zu bauen. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Der Countdown läuft, eine Stunde bleibt Miriam Wallitzer und Conny Schaefer, um im Rolandsaal des Brandenburger Rathauses Vereinbarungen abzuschließen. Sie sind Mitarbeiterinnen der Gemeindenahen Psychiatrie und suchen beim zwölften Engagement-Marktplatz nach Helfern, die eine Bank oder ein Hochbeet für den Schrebergarten bauen.

47 Vereinbarungen wurden beim Engagement-Marktplatz im Rolandsaal beschlossen. Unter anderem werden Obstbäume gepflanzt und soziale Projekte gefördert.

Der 26-Jährige Maximilian Peters hat Interesse. Er ist Auszubildender im ZF-Getriebewerk und überlegt. Gemeinsam mit den zwei Frauen verhandelt er die Bedingungen für die Zusammenarbeit und versucht, einen Termin für den Baustart des Hochbeets zu finden.

Nach drei Minuten sind sich die neuen Partner einig. Denn Wallitzer und Schaefer bieten im Gegenzug ein süßes Kuchenbuffet an. „Kuchen erreicht Stellen, da kommt Motivation gar nicht hin“, lautet der Spruch auf ihrem mitgebrachten Schild. Das Hochbeet soll bis zum 15. Mai fertig sein.

„Deals“ im Minutentakt

Der Ausbildungsleiter bei den Heidelberger Druckmaschinen Rainer Schmidt lobt die Veranstaltung als Beitrag zu einem sozialeren Alltag. „Wie auf einem Börsenparkett werden hier in einer kurzen Zeit die guten Deals abgeschlossen“, sagt Schmidt. Beim Engagement-Marktplatz werden Leistungen ausgetauscht und wer etwas möchte, soll auch etwas bieten. Getauscht wird aber kein Geld, sondern Dienstleistungen, Kontakte, Materialien, Wissen und Zeit.

Die Brandenburger Johanniter schlossen in einer Stunde fünf Matches ab. So sollen mehrere Vierbeiner und Hundetrainer des Vereins „Therapiehunde-Brandenburg“ den Seniorentreff „Plauderecke“ in der Max-Herm-Straße besuchen. Außerdem spielen Auszubildende der Brandenburger Stadtwerke am Nachmittag mit Rentnern. Die Zahl der Deals steigt im Minutentakt, weitere Vereinbarungen sind auf einer Leinwand zu sehen. Wirtschaftsförderin Dorit Stawecki hilft bei der Veranstaltung als Notarin und beglaubigt die Vereinbarungen mit einem Stempel.

Obst- und Gemüsegarten für Kitakinder

Auch die Leiterin der Kita „Pusteblume“ Stefanie Böing freut sich. Denn bis zu acht Unterstützer helfen, für die Kindertagesstätte im Brandenburger Stadtteil Görden einen Obst-und Gemüsegarten anzulegen. Die Knirpse der Kita dürfen dann später Himbeeren, Kirschen, Tomaten und Karotten verkosten und selbst Obst und Gemüse anbauen. Martin Sureck vom Leo Club ist begeistert vom Vorhaben und will mit anpacken. „Die Kinder warten schon, sie wollen loslegen“, sagt Erzieherin Christine Kuster.

Helfer mit Sägeschein gesucht

Doch nicht jeder Deal wurde möglich. So suchen die Mitglieder des Vereins „Havelgarten“ in der Flämingstraße weiter nach Helfern mit einem Sägeschein. Denn aktuell liegen auf dem Vereinsgelände noch drei gefällte Baumstämme, die in handliche Stücke gesägt werden sollen. Im Gegenzug erhalten Unterstützer ein multikulturelles Essen. „Trotzdem freuen wir uns, dass wir gespendete Bäume und Sträucher erhalten haben“, sagt Marius Krohn. Der 38-Jährige wird weitere Personen um Unterstützung bitten.

Rainer Schmidt will den Engagement-Marktplatz über die Stadtgrenzen Brandenburgs bekannt machen. So sollen im nächsten Jahr auch Unternehmen aus Rathenow und Premnitz dabei sein, Gespräche zur Planung liefen bereits . „Die Zeit, in der jeder nur auf sich schaut, ist vorbei. Wir müssen mehr Miteinander wagen und den Anderen schätzen“, sagte Schmidt der MAZ.

Von André Großmann

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