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Brandenburg/Havel 600 Besucher auf dem Nikolausmarkt
Lokales Brandenburg/Havel 600 Besucher auf dem Nikolausmarkt
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00:19 14.12.2017
Die Kinder der Reckahner Kita Sonnenschein präsentieren ihr Weihnachtsprogramm im Saal des Schlosses Reckahn. Quelle: Christine Lummert
Reckahn

Einmal im Jahr wandelt sich das Rochow-Schloss in Reckahn zu einem vorweihnachtlichen Treffpunkt für bis zu 600 Besucher aus der ganzen Region. Vor dem Herrenhaus blinken die geschmückten Weihnachtsbäume, am Eingangsportal liegt Glühweinduft in der Luft und in den sonst verschlossenen Kellergewölben versteckt sich ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt.

„Inzwischen hat es sich eingespielt, dass wir immer am zweiten Adventssonntag zu unserem Nikolausfest einladen und seit vier Jahren haben wir mit der Brandenburger Bank auch einen starken Kooperationspartner in der Organisation an unserer Seite“, erklärte Museumsleiterin Silke Siebrecht-Grabig.

Der erste große Anziehungspunkt des Nikolausfestes war wieder einmal die halbstündige Aufführung der Kinder aus der Reckahner Kita „Sonnenschein“. Zusammen mit ihren Erzieherinnen zeigten die Kleinen ein buntes Programm aus Liedern, Gedichten und Tänzen im gedrängt vollen Saal des Schlosses und durften sich von Eltern, Großeltern und Geschwistern einen großen Applaus abholen.

Besucher im Gewölbekeller des Schlosses. Dort reihen sich Marktstand an Marktstand mit regionalem Kunsthandwerk. Quelle: Christine Lummert

Eine noch handfestere Belohnung gab es in Form von kleinen Weihnachtsüberraschungen bei der Geschenke-Tombola im Keller des Schlosses. Nebenan konnten gleich noch selbst gebastelt oder einem Töpfermeister bei der Herstellung kleiner Keramikglocken über die Schulter geschaut werden.

Wo früher die von Rochows ihre edlen Tropfen lagerten, hatten am Sonntag die Krahner Landfrauen ihren Stand errichtet und boten Kaffee, Kuchen und Waffeln an. Herzhafter ging es auf dem Schlosshof zu. Dort war neben Bratwurst und Grünkohl auch Wasserbüffel-Gulasch zu verkosten.

Frisch gestärkt, stiegen die meisten hinab in das kleine Labyrinth des Gewölbekellers, in dem verschiedene Vereine und Gewerbetreibende aus der Region ein reiches Angebot an Schmuck, Kunsthandwerk, Dekorationsartikeln und kleinen Leckereien bereithielten. Besonders beliebt waren unter anderem die beleuchteten Wintermotiv-Bilder, die von den Schülern und Lehrern der Nordend-Förderschule in Eberswalde gebastelt worden waren und deren Erlös verschiedene Arbeitsgemeinschaften und dem Unicef-Projekt der Schule zu gute kommt.

Am Nachbarstand war edler Bernsteinschmuck im Angebot, die Bäckerei Heuer aus Golzow lieferte zudem Nachschub für die heimische Keksdose.

Bis in den letzten Winkel des Reckahner Gewölbekellers reichte die Kette der Stände. Katja Behling vom Skuddenhof in Weseram freute sich über den ungewöhnlichen Standort des Weihnachtsmarktes im Reckahner Schloss. „Hier herrscht eine tolle Atmosphäre, die Besucher und Händler gleichermaßen genießen können, denn ausnahmsweise stehen wir einmal auf einem Weihnachtsmarkt wettergeschützt und mit warmen Füßen.“ Da der Winter jetzt erst so richtig loslegt, waren die Wollsocken, Filzpantoffeln, Schaffelle und vieles mehr aus der Warenpalette des Skuddenhofes sehr gefragt.

Die wohlige Wärme war auch zum Abschluss des Nikolausfestes gefragt, denn dann zogen viele Besucher weiter in die Reckahner Barockkirche, um dem alljährlichen Weihnachtskonzert der Freien Musikschule Brandenburg zu lauschen.

Von Christine Lummert

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