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70 000 Besuche im Bürgerhaus

Beliebte Begegnungsstätte in Brandenburg 70 000 Besuche im Bürgerhaus

Auch wenn es im Herbst etwas knirschte im Quartiersmanagement: Das Bürgerhaus Hohenstücken setzt auf Kontinuität und hat seit Januar mit Mario Holz einen neuen Quartiersmanager. Garant für die 70 000 Besuche von Gästen voriges Jahr ist auch Bürgerhaus-Koordinator Tino Haberecht. Er lenkt seit 2009 die Geschicke der wohl größten Begegnungsstätte der Welt.

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Tino Haberecht (40) koordiniert die Angebote im Bürgerhaus Hohenstücken. Der Diplom-Betriebswirt ist Ansprechpartner für Vereine und Besucher des beliebten Kultur- und Sozialzentrums.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Das Bürgerhaus Hohenstücken ist bis auf den letzten der insgesamt 4000 Quadratmeter ausgebucht. Mehr geht nicht. Nach Angaben von Bürgerhaus-Koordinator Tino Haberecht gibt es nun 19 feste Mieter. 2009 waren es noch sieben weniger. 2015 zählte die Begegnungsstätte in der Walther-Ausländer-Straße 70 000 Besuche. Das ist eine Steigerung zu 2011 um 17 Prozent. Die vier wichtigsten Mieter in dem für 3,2 Millionen Euro einst saniertem Plattenbau sind die Stadtteilbibliothek, der Anwohnertreff, der Treffpunkt Engagiertes Leben und das Frauen- und Familienzentrum.

Allein diese vier Anlaufstellen zählten im vorigen Jahr 62 000 Besuche von Bürgern aus Hohenstücken, aber auch aus anderen Stadtteilen und dem Umland der Stadt Brandenburg. Das Bürgerhaus strahle in die gesamte Region aus, sagt Cornalia Kirchner, Fachbereichsleiterin für Projektmanagement bei der Bas. Die städtische Arbeitsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH, kurz Bas, betreibt das Bürgerhaus. „Das wichtigste für uns ist die Kontinuität der Angebote“, so Kirchner.

Neuer Quartiersmanager ist Mario Holz

Seit 1. Januar ist als Quartiersmanager der 31-jährige Mario Holz befristet eingestellt. Er hat mehrere kaufmännische Ausbildungen abgeschlossen. Zuständig ist Holz unter anderem für die Bewohneraktivierung, Integrationsförderung von Migranten und der Stärkung von sozialen Netzwerken. Im Herbst war der Anwohnertreff und das Quartiersmanagement in kurze Turbulenzen geraten, weil der Vertrag von Holz’ Vorgänger Andreas Martin ausgelaufen war und nicht verlängert wurde.

Mit kunterbunter Fassade leuchtet das Bürgerhaus in den Stadtteil Hohenstücken hinein

Mit kunterbunter Fassade leuchtet das Bürgerhaus in den Stadtteil Hohenstücken hinein.

Quelle: MaloszykVolkmar

Der Anwohnertreff wurde im vorigen Jahr 17 861 mal von Brandenburgern, aber auch von Mittelmärkern genutzt. Viele der Besucher sind seit Jahren Stammgäste. „Das Bürgerhaus ist der sozio-kulturelle Mittelpunkt von Hohenstücken“, sagt Haberecht. Menschen suchen das Haus auf, um ihre Freizeit zu gestalten, nutzen aber auch die zahlreichen Beratungsangebote im Haus. 35 Gruppen treffen sich dort, geleitet von 32 Ehrenamtlern.

Sprechstunde der Revierpolizisten

Es gibt acht Sport- und neun Computergruppen. „Es ist enorm, was in den Vereinen geleistet wird. Die Menschen kommen raus, bleiben länger mobil und werden selbst bei Todesfällen in der Familie von der Gemeinschaft aufgefangen.“ Die Revierpolizisten bieten wöchentliche Beratungen an. Seit dem Jahreswechsel gibt es zudem eine Sprechstunde der Betreuungsbehörde des Sozialamtes im Bürgerhaus.

„Nach wie vor drücken die Menschen hier Arbeitslosigkeit, Überschuldung und absolute Perspektivlosigkeit. Ihnen Hoffnung zu geben, das ist eine unserer wichtigsten Aufgaben“, sagt Haberecht. Schulabbrecher erhalten Praktikumsplätze. Zielgruppen der Angebote in der Einrichtung sind Klein- und Schulkinder, Jugendliche, junge Eltern mit ihren Babys und Erwachsene jeden Alters bis hin zum Senior. Die Kleiderkammer wird jährlich von mehr als 10 000 Menschen genutzt, ein Drittel davon sind Migranten. Kleiderspenden sind jederzeit willkommen.

Das Bürgerhaus Hohenstücken

Das Bürgerhaus Hohenstücken wird von der Stadt, dem Land Brandenburg und dem Bund finanziert. Für die Koordinierung und die Betreibung des Anwohnertreffs gibt die Stadt nach Angaben des Sozialbeigeordneten Wolfgang Erlebach 55 000 Euro im Jahr. Hinzu kommen jährlich für das Quartiersmanagement 94 400 Euro. Zwei Drittel dieser Summen tragen Bund und Land.

Das Bürgerhaus wird zudem als Verwaltungsstandort mitgenutzt. Größter städtischer Mieter ist die Stadtteilbibliothek mit 27 600 Euro Miet- und Betriebskosten im Jahr.

Die Bas beschäftigt im Bürgerhaus 13 Männer und Frauen je 20 Stunden die Woche über die „Maßnahme Arbeitsgelegenheit“ im Quatiersmanagement. Sie unterstützen die Vereine und Besucher.

Das Bürgerhaus ist Ort zahlreicher Veranstaltungen und Freizeitangebote. Ab Februar bietet dort erstmals auch die Tanzschule Peter Steirl neun Kurse an. Zudem sitzen dort Vereine, das Eltern-Kind-Zentrum des SOS-Kinderdorfes, der Behindertenbeirat und viele andere Organisationen. Nähere Infos unter www.buergerhaus-hohenstuecken.de

Von Marion von Imhoff

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