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Brandenburg/Havel 76 Kinder warten auf die Kita-Eröffnung
Lokales Brandenburg/Havel 76 Kinder warten auf die Kita-Eröffnung
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00:18 29.05.2017
Das frühere Offizierscasino ist wieder bewohnbar, so bald wie möglich soll die Kita eröffnen. Quelle: J. Steiner
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Brandenburg/H

Schön wird sie werden, die neue Krippe und Kita an der Ecke Magdeburger Straße/Fouquéstraße. Fast alles ist so gut wie fertig. Was fehlt ist der Stempel des Brandschutzprüfbüros. Darum hat sich die Eröffnung wiederholt verzögert. Dabei ist der Bedarf an Kita-Plätzen hoch.

„Es ist traurig, dass es so lange dauert“, sagt Joachim Damus, der Geschäftsbereichsleiter der Dienste für junge Menschen beim Landesausschuss für Innere Mission (Lafim). Zwei geplante Einzugstermine sind in diesem Monat schon verstrichen, ohne dass Brandenburger Kinder ihr neues Paradies in Beschlag nehmen können. Damus: „Viele Eltern auf der Straße warten dringend auf ihren Platz in unserer Kita.“

Der Kita-Träger Lafim ist als Mieter der Vertragspartner von Investor Elmar Keidel. Um dessen Laune ist es nicht zum Besten bestellt, seit er gefühlte Ewigkeiten auf das grüne Brandschutz-Licht wartet, Voraussetzung für die Bauabnahme. Knackpunkt ist die brandschutztechnische Genehmigung des Lastenaufzugs für das Kita-Essen.

Der Investor hat wiederholt eigenen Angaben zufolge alle Auflagen erfüllt, doch seit sechs Wochen tue sich nicht. Jeder Tag, an dem er das frühere Offizierskasino nicht vermieten kann, koste ihn 400 Euro.

Arbeitsschutz, Tüv, Hygiene, Arbeitssicherheit, zwölf Abnahmen hat der aus Bayern stammende Investor bewältigt und will seine 1,6-Millionen-Euro-Investition nun abschließen. Als Bauruine hatte Keidel das frühere Militärgebäude vor rund zwei Jahren gekauft und seit der Baugenehmigung im April 2016 mit seinen Arbeitern ein innen und außen schmuckes Haus für die Kinder der Stadt geschaffen. Größte Baustelle war das marode Dach.

Weil der Bauherr auch die Innenflure mit Fenstern gestaltet hat, fällt viel Licht in alle Räume. Dunkle Ecken gibt es praktisch gar nicht, dafür auf knapp 1000 Quadratmetern viel Platz zum toben, spielen und schlafen. 76 Krippen- und Kitaplätze sind genehmigt im einstigen Offizierskasino, dass der Schweizer Vorgänger des aktuellen Investors einmal zu einem Innovationszentrum für technologieorientierte Unternehmen namens „Enterprise Hub” umbauen wollte.

Betten und Matratzen warten ebenso auf ihre Nutzer wie die Möbel und eine Kletterwand für kleine Menschen im großen Mehrzweckraum mit Empore.

Für ihre warmen Füße sorgt im Winter die Fußbodenheizung. Der relativ große Spielplatz hinter dem Haus ist ebenfalls start- und spielklar. In zehn Tagen, so rechnet Elmar Keidel, der im Hauptberuf Existenzgründer berät, sei alles fix und fertig – wenn denn das Prüfzertifikat für den Brandschutz da ist.

So wie der Mieter und Kita-Betreiber Lafim ist auch die Stadtverwaltung „sehr daran interessiert, dass auch die Kita schnellstmöglich eröffnet“, wie Fachbereichsleiterin Kerstin Schöbe versichert. Die Kapazitäten dieser und einer weiteren Innenstadt-Kita in der Neuendorfer Straße seien in der aktuellen Bedarfsplanung bereits für die Bedarfsdeckung berücksichtigt.

3520 Plätzen in Krippen und Kindergärten benötigt Brandenburg/Havel, davon 496 in der Innenstadt und 484 für den Stadtteil „Ring“, wie Kerstin Schöbe mitteilt.

Von Jürgen Lauterbach

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