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800 Stahlwerker im Riva-Jubiläumsjahr

25 Jahre Standort Brandenburg 800 Stahlwerker im Riva-Jubiläumsjahr

In ihrem 25. Jahr am Standort Brandenburg/Havel wird die Riva-Gruppe die 800-er-Marke knacken. 795 Mitarbeiter beschäftigt das Brandenburger Elektrostahlwerk (BES) aktuell, weitere 30 Beschäftigte sollen bis zum Jahresende hinzukommen. Personell gestärkt wird vor allem die Weiterverarbeitung.

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Stahl für die Baubranche produziert das Werk in Brandenburg/Havel. Das Foto zeigt die Geschäftsführer Katja Rex und Lorenzo Riva.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. In ihrem 25. Jahr am Standort Brandenburg/Havel wird die Riva-Gruppe die 800-er-Marke knacken. 795 Mitarbeiter beschäftigt das Brandenburger Elektrostahlwerk (BES) aktuell, weitere 30 Beschäftigte sollen bis zum Jahresende hinzukommen. Personell gestärkt wird vor allem die Weiterverarbeitung.

Das Elektrostahlwerk an der Woltersdorfer Straße ist eine feste Größe in der Industrielandschaft der Stadt – so fest, dass Oberbürgermeisterin Dietlind dort aus alter Verbundenheit am Donnerstag wichtige Daten zur städtischen Wirtschaftsentwicklung vorstellt. Dabei spielt das Riva-Unternehmen, das als zweitgrößter Industriebetrieb der Stadt rund 260 Tonnen Stahl in der Stunde produzieren kann, natürlich eine bedeutenden Rolle.

Die Geschäftsführer Lorenzo Riva und Katja Rex werden das runde Jubiläum am 20. Juni im MAFZ in Paaren im Glien feiern und zwar intern mit ihren Belegschaften, den 1500 Beschäftigten in Brandenburg/Havel und Hennigsdorf.

Wichtige Neuerungen stellte die Geschäftsführung am Mittwoch im Beisein der Rathausspitze vor. Zu den 300 Millionen Euro, die das deutsche Unternehmen mit italienischer Herkunft im vergangenen Vierteljahrhundert am Standort investiert hat, gehört die jüngste Errungenschaft. Eine neue Halle für die Weiterverarbeitung des Walzdrahts, die am Neuendorfer Ende des 350 Hektar großen Betriebsgeländes liegt.

Tiemann erkennt eine stabil positive Wirtschaft

In ihrer Wirtschaftspressekonferenz am Donnerstag sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU), Brandenburg/Havel erlebe „die stärkste Entwicklung seit Jahren“.

Die Stadt sei der „erfolgreichste regionale Wachstumskern außerhalb des Speckgürtels“.

Die „stabile, positive wirtschaftliche Entwicklung“ machte die Rathauschefin an den Bevölkerungs- und Zuwanderungszahlen ebenso fest wie an den Arbeitsmarktdaten und Pendlerbewegungen.

Die kreisfreie Stadt liege derzeit wieder bei mehr als 72 000 Einwohnern und damit um 4000 über den Prognosen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt seit 2014 stabil zwischen 28 000 und 28 500.

Die gewerbliche Wirtschaft in der Stadt wurde seit 2007 mit 45 Millionen Euro bezuschusst.

Dort sollen im Endausbau mehr als hundert Riva-Stahlwerker arbeiten. Nach Lorenzos Rivas Angaben investiert das Unternehmen rund 10 Millionen Euro in Halle und Maschinenpark, die für das Werk eine logistische Verbesserung bedeuten.

Im krisenanfälligen Stahlgeschäft setzt das am 1. März 1992 an den Start gegangenen BES der Riva-Gruppe verstärkt darauf, die selbst hergestellte Stahlprodukte auch im Unternehmen nach den Kundenwünschen weiterzuverarbeiten. Entsprechend wurde die Zahl der Produktionsmitarbeiter in der Weiterverarbeitung zuletzt von 69 auf 138 verdoppelt in einem durchgehenden Drei-Schicht-System. Dieser Aufwuchs erklärt zum großen Teil die Steigerung der Beschäftigtezahl insgesamt von 725 und 750 in den Jahren 2015 und 2016 auf aktuell 795 und bis Jahresende deutlich über 800. In diesem Jahr wurden bisher etwa doppelt so viele neue Mitarbeiter (67) eingestellt wie jeweils in den beiden Vorjahren.

Um den Fachkräftenachwuchs zu sichern, will Riva in seinem flächenmäßig größten Werk in Brandenburg/Havel pro Jahr mindestens zehn Ausbildungsstellen besetzen, berichtete Personalchefin Katja Rex. Mit den elf Zugängen in diesem Herbst steigt die Azubi-Zahl auf 25, darunter auch eine Werkstoffprüferin.

Sorge bereitet der Personalleitung allerdings das ausbaufähige Vorwissen und die unterentwickelte Einstellung vieler Bewerber. Typische Antwort auf die Frage nach dem angestrebten beruflichen Werdegang: „Ich weiß nicht, meine Mama hat gesagt, ich soll hier herkommen.“ Das Elektrostahlwerk will noch früher an die Schulen der Region herantreten, um den Informationsstand von Schülern zu heben. Wichtiges Nachwuchsreservoir ist zudem die Technische Hochschule.

Von Jürgen Lauterbach

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