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900 Fichtenspitzen für den Weihnachtsmarkt

Brandenburg an der Havel 900 Fichtenspitzen für den Weihnachtsmarkt

Jedes Jahr schmücken hunderte Nadelbäume aus dem Stadtforst den Brandenburger Weihnachtsmarkt auf dem Neustädtischen Markt. Auffallend dünn gewachsen sind sie, wenn auch so groß wie normale Weihnachtsbäume. Stadtförsterin Kornalia Magritz lüft jetzt das nadlige Geheimnis. Sie liefert für den Weihnachtsmarkt 900 Bäume.

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Frisch gefällt im Brandenburger Wald landen die Nadelbäume auf dem Neustädtischen Mark, wo Arbeiter se am Bauzaun befestigen.

Quelle: Foto: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Der diesjährige Brandenburger Weihnachtsmarkt auf dem Neustädtischen Markt eröffnet in neun Tagen, am 27. November. Am Freitag lieferte der Stadtforst bereits 500 von 900 Nadelbäumen, um dem Areal weihnachtliches Flair zu verleihen. Die übrigen 400 folgen am Montag. Zwei Waldarbeiter haben die Bäume am Freitag an der nördlichsten Spitze des Stadtforstes in Bohnenland gefällt. Die gelieferten Bäume sind genaugenommen die Spitzen von Fichten, die als Bestandspflege ohnehin gefällt werden müssen in dicht gewachsenen Schonungen. Die unteren Äste sind wegen Lichtmangels nur braun, die grünen und etwas dürren Spitzen aber gerade gut genug, um den Weihnachtsmarkt zu dekorieren.

„Wir arbeiten mit dem Stadtforst Brandenburg schon gut zehn Jahre zusammen“, sagt Michael Kilian, Vorsitzender des Brandenburger Gewerbevereins, der den Markt veranstaltet. „Die Bäume aus dem Stadtforst sind für den Weihnachtsmarkt unverzichtbar, um dem Platz auch Aufenthaltsqualität zu geben. Das ist ein ganz wichtiger Punkt“, so Kilian. Rund 3 Euro zahlt der Verein für jeden der Bäume.

Der Brandenburger Weihnachtsmarkt

Am Montag, 27. November, um 11 Uhr öffnet der Brandenburger Weihnachtsmarkt seine Pforten. Die feierliche Eröffnung feiert die Stadt um 16 Uhr. Bis zum 23. Dezember erwartet der Brandenburger Gewerbeverein täglich 1000 bis 2000 Besucher.

In diesem Jahr stehen 40 Buden und damit vier mehr als im vorigen Jahr für die Besucher bereit.

Diese im Akkord zu fällen, ist harte Arbeit. Im novemberlich kalten und feuchten Wald, durch den an diesem Tag immerhin die Herbstsonne scheint, arbeiten sich Stefan Senk und Fabian Fliegel in der Schonung vor. Das Heulen der Motorsägen ist schon von weitem zu hören, von den Männern im Dickicht der tausenden Fichten zunächst kaum etwas zu sehen. Dutzende je etwa zwei Meter lange gefällte Baumspitzen liegen schon auf einer Lichtung aufeinander. Mehrmals an diesem Vormittag kommt der Traktorist des Stadtforstbetriebes, lädt sie die Fichten auf und tuckert sie mit Tempo 40 quer durch die Stadt zum Neustädtischen Markt. So geht eine Fuhre nach der anderen zum künftigen Weihnachtsmarkt-Areal.

Die ersten Fichten sind gegen Mittag bereits an dem Bauzaun fixiert, der die Marktfläche abgrenzt. Für den Weihnachtsbaumverkauf der Stadt sind die dürren Fichten nicht geeignet. Dafür wachsen schmucke Kiefern, Gemeine Fichten, Rot- und Blaufichten, Tannen und Douglasien auf kilometerlangen Flächen im Stadtwald.

Stadtförsterin Kornelia Magritz erläutert den Sinn der Bestandspflege: Auch in den vergangenen Jahren lieferten ihre Mitarbeiter jeweils zwischen 800 und 900 Bäumen. „Das ist ja nicht der Weihnachtsbaum, den wir uns vorstellen. Bei der Jungbestandspflege fällt oben sowieso dieses Grünzeug mit an. Ich will es nicht wegschmeißen oder liegenlassen, wenn der Gewerbeverein kommt und sagt, er könne das gebrauchen.“

Die letzten Fichten-Spitzen für den Weihnachtsmarkt liefert der Stadtforst am Montag. Die Bäume schmücken auch die Wege zwischen den 40 Weihnachtsbuden, die aufgestellt werden. „Das ist das Maximale an Buden, die auf den Neustädtischen Markt passen“, sagt Gewerbevereinschef Kilian. Der Wochenmarkt wird während des Weihnachtsmarktes ab dem 27. November auf die Fläche vor dem Reisebüro ziehen und um ein Karussell ergänzt. Seine angestammte Fläche an der Katharienenkirche wird für die Technikfahrzeuge der Budenbetreiber benötigt.

Von Marion von Imhoff

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