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97 Einsätze in 16 Stunden

Brandenburg an der Havel 97 Einsätze in 16 Stunden

Zu 97 Einsätzen im Stadtgebiet sind die Feuerwehren seit Donnerstagnachmittag im Stadtgebiet ausgerückt. Insgesamt wurden im Bereich der Regionalleitstelle – also mit den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming – etwa 1700 Einsätze gefahren. Es wurden 2022 Anrufe bearbeitet, davon 1.077 Notrufe. Davon waren etwa 200 Rettungsdiensteinsätze.

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Viel aufzuräumen gab es am Donnerstagabend für die Feuerwehren in Brandenburg an der Havel.

Quelle: Christian Griebel

Brandenburg/H. Eine ganze Ziegelreihe hat der Sturm am Donnerstag vom Dach der Kirche Sankt Katharinen geweht, doch am Freitag war schon beinahe alles wieder gut. „Wir konnten es bereits ausbessern und provisorisch sichern lassen, so dass es zu keinen weiteren Folgeschäden – etwa durch Regen – im Dachstuhl kommen kann“, sagt Pfarrer Jonas Börsel.

97 Einsätze hatten die Feuerwehren der Stadt Brandenburg von Donnerstagnachmittag 15 Uhr bis Freitagmorgen 7 Uhr abzuarbeiten, teilt der zuständige Beigeordnete Michael Brandt (CDU) mit. „Ab 15 Uhr stieg die Anzahl der eingehenden Notrufe rasant an. Bereits gegen 15.30 Uhr waren alle zehn Arbeitsplätze in der Regionalleitstelle besetzt. Es wurde auf die ,Ausnahmelage in der Leitstelle’ umgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt disponierten die ersten Technischen Einsatzleitungen der Feuerwehren die Einsätze.“

Zeitgleich wurde ebenfalls die Technische Einsatzleitung (TEL) für die Feuerwehren der Stadt Brandenburg an der Havel eingerichtet. Durch diese wurden alle Freiwilligen Feuerwehren alarmiert und die Einsatzbereitschaft in den Gerätehäusern in den Ortsteilen der Stadt sichergestellt. Die Technische Einsatzleitung koordinierte bis gegen 23 Uhr die Einsätze im Stadtgebiet. 60 hauptberufliche und freiwillige Mitglieder der Feuerwehren waren in der Nacht im Einsatz. Die überwiegende Anzahl betraf Hilfeleistungseinsätze infolge des Sturmes. „Seit 7 Uhr ist das Einsatzaufkommen wieder steigend. Für die Stadt wurde gegen 8.40 Uhr die Technische Einsatzleitung wiederum eingesetzt, um die erhöhte Anzahl der Einsätze im Stadtgebiet koordinieren zu können“, sagt Brandt. Viele Schäden würden erst im Hellen festgestellt.

Insgesamt wurden im Bereich der Regionalleitstelle, die in der Brandenburger Hauptwache in der Fontanestraße integriert ist – also mit den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming – etwa . 1700 Einsätze gefahren. Es wurden 2022 Anrufe bearbeitet, davon 1077 Notrufe. Davon waren etwa 200 Rettungsdiensteinsätze.

Es gab auch Besonderheiten in der langen Einsatznacht: Gegen 19 Uhr am Donnerstag rückten die Einsatzkräfte zu einem Brand im Garagenkomplex Gallberg aus. Dort brannte Unrat in einer Garage. Dieser wurde mit einem C-Rohr gelöscht. Der Löschzug musste ebenfalls noch zu zwei Einsätzen „Auslösung Brandmeldeanlage“ ausrücken.

Im Zusammenhang mit dem Einsatzgeschehen wurden zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kirchmöser verletzt. Diese mussten ambulant in der Rettungsstelle des Klinikums behandelt werden. „Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften für ihren hervorragenden Einsatz. Den beiden verletzten Kameraden wünsche ich schnelle Genesung“, sagt Brandt.

Von größeren Stromausfällen blieb das Stadtgebiet im Gegensatz zum Umland verschont. Lediglich in Klein Kreutz war für kurze Zeit der Strom weg, der Ortsteil gehört zum Versorgungsgebiet der Edis. Bei den Stadtwerken gab es keine nennenswerten Störungen. „Es traten lediglich kleine Spannungseinbrüche auf, die dazu führten, dass beispielsweise das Licht flackerte“, sagt Stadtwerkesprecherin Beate Dabbagh. Ein Baum fiel auf eine Photovoltaik-Anlage in der Uferstraße in Kirchmöser. Ein Baum fiel auf ein Trafohäuschen in der Erich-Knauf-Straße. Die Schäden seien bereits beseitigt.

Von André Wirsing

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