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Brandenburg/Havel Ruhesitz im Reihenhaus
Lokales Brandenburg/Havel Ruhesitz im Reihenhaus
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06:57 14.08.2014
Große „Bauabnahme“: ASB-Vorstand Deta Tomkowiak (3.v.li.), Geschäftsführer Norbert Maul (2.v.li.) sowie Heiko Horst Müchler, Dirk Stieger, Marlies Eichhorn, Norbert Langerwisch (alle SPD).
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Brandenburg an der Havel

„Sicher und geborgen im Alter“ so der Arbeitstitel für die Reihenhausanlage. Die ist in U-Form angeordnet. Jeweils neun Zweiraumwohnungen umschließen auf dem 10.500 Quadratmeter großen Areal einen riesigen Innenhof, ein Kopfbau verläuft parallel zur Rosa-Luxemburg-Allee.

Darin soll es eine sehr vielseitige Nutzung geben:

ASB-Verwaltung mit Sozialstation (Hauskrankenpflege, Beratungsdienste) sowie Fahrdienst. In dem benachbarten 80 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum können Kaffeenachmittage organisiert werden. Daneben kann sich eine Wohngemeinschaft einrichten mit vier Wohnzimmern, zwei Bädern und einer großen Gemeinschaftsküche. In den restlichen Räumen ist das Archiv untergebracht.
„Wir testen das mit der WG einfach mal, im Idealfall finden hier vier Menschen zusammen, die sich bislang nicht kennen und dennoch unter einem Dach wohnen“, sagt Norbert Maul.
Im ASB-Treffpunkt „Engagiertes Leben“ treffen sich 300 bis 400 ältere Menschen in der Woche in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. Unter ihnen hat er Umfragen gemacht, ob die Menschen sich vorstellen können, ihren Lebensabend in Hohenstücken zu verbringen. Ja, wenn das Treppensteigen entfällt, haben die meisten geantwortet.

Parkplatz direkt vor der Tür

Die Zweiraumwohnungen sind jeweils 64 Quadratmeter groß, sie haben zum Hof hin jeweils eine überdachte Mini-Terrasse. Die Wohnungen sind altenfreundlich – schwellenlos, auch die Dusche, sie haben Fußbodenheizung und Einbauküche. Ganz billig sind sie nicht mit etwa 530 Euro Kaltmiete. Zu jeder Wohnung gehört ein Parkplatz direkt vor der Tür. Die Umfahrung erfolgt außen um das Karree herum, ist gesichert mit Schranke, Fernbedienung und Induktionsschleife. Der 8000 Quadratmeter große Innenhof bleibt frei von Verkehr, er wird begrünt, die vorhandenen Bäume stehen auf erhöhten „Inseln“, die wiederum von Ruhebänken umsäumt sind.

ASB schon lange an diesem Ort

Drei Millionen Euro aus Eigenmitteln investiert der ASB in die Anlage.
Für Hohenstücken gebe es kein Fördergeld, wurde dem Geschäftsführer bei der Investitionsbank gesagt.
Der ASB hat in der Rosa-Luxemburg-Allee 1 lange Zeit eine musisch orientierte Kita betrieben. Diese fiel aber aus dem Kitabedarfsplan, weil die Stadt etwa eine Million Euro hätte investieren müssen.
Als das Grundstück preisgünstiger wurde, hat es der ASB vor fünf Jahren erworben. Die Kommune wollte es an den Verein nicht kostenfrei abgeben.

Die Bewohner müssen keine Zusatzleistungen kaufen, können aber: Reinigung, Essenservice, Hausnotruf, Einkaufsservice – alles ist buchbar. „Unsere Bewohner sollen frei sein in allen Entscheidungen, sie leben selbstbestimmt“, sagt ASB-Vorstandschefin Deta Tomkowiak.

Drei Fragen an: Norbert Langerwisch, SPD-Stadtverordneter, Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsgesellschaft Wobra

1. Der ASB baut an die Stelle der ehemaligen Kita nun ein Wohnheim für älter werdende Menschen. Ein gutes Signal für Hohenstücken? Genau das richtige Signal. Auch ältere Menschen wollen nicht alleine sein, wollen sich auch umeinander kümmern. Gerade im Alter ist es ein Zeichen gegen die oft beredete Entsolidarisierung. So stellen wir uns den Stadtumbau gerade für Hohenstücken vor. Die SPD, später auch die CDU, haben ja noch weiter gehende Pläne, beispielsweise zum teilweisen Rückbau von Plattenbauten mit Dachbegrünung und Gartengestaltung.
2. So etwas Ähnliches würde ja der Arbeitersamariterbund ebenfalls realisieren an den drei Punkthochhäusern an der Warschauer Straße/Ecke Rosa-Luxemburg-Allee. Wie stehen Sie dazu? Hier, genau neben der neuen Wohnanlage wäre der ideale Platz, um dies durchzuexerzieren. Meiner Kenntnis nach will der ASB hier eine Art Jugendhotel bauen, zwei Geschosse jeweils herunternehmen und den Rest ansprechend gestalten. Eine tolle Idee, die ich nur unterstützen kann. Dann gäbe es einen gestalteten Eingang zu dem Wohngebiet. ASB-Geschäftsführer Norbert Maul hat mich gerade darüber informiert, dass dieses Vorhaben bislang noch an der Wobra scheitert...
3. ... in deren Aufsichtsrat Sie sitzen. Werden Sie eine Initiative in dem Gremium starten? Selbstverständlich. Wenn andere etwas machen wollen, was die Wobra selbst gerade noch nicht leisten kann, sollten wir uns nicht verschließen. Wir müssen bei der Wobra noch mehr Augenmerk auf Hohenstücken legen, beispielsweise beim Fahrstuhl-Programm. Bei einer Gesellschaft, einer Mieterschaft, die immer älter wird und gleichzeitig immer länger zu Hause leben kann, sind Aufzüge ganz wichtige Vermietungsargumente. Die WBG macht dies an einigen Stellen gerade vor, da darf die Wobra nicht nachstehen. Hohenstücken wird immer lebenswerter, hat eine sehr gute Infrastruktur, seit kurzem ein neues Zentrum, ein Bürgerhaus, sehr gute Einrichtungen für ältere Menschen. Jetzt müssen wir schrittweise die Blockstrukturen
in den Quartieren aufbrechen und verbessern.

„Mit Beispielen wie diesen bleibt Hohenstücken ein interessanter und lebenswerter Stadtteil“, sagt SPD-Vize Dirk Stieger, der bereits seit drei Jahren für ein Umgestalten, das sich nicht nur auf Abrisse beschränkt, im Kiez kämpft.

Von André Wirsing

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