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Ab 2017: Der Gaspreis sinkt, Strom wird teurer

Brandenburg an der Havel Ab 2017: Der Gaspreis sinkt, Strom wird teurer

Die Stadtwerke Brandenburg an der Havel ändern zum 1. Januar 2017 ihre Strom- und Gaspreise. Wer nur Gas- oder Strom- und Gaskunde des städtischen Unternehmens ist, kann seine Energiekosten bei durchschnittlichem Verbrauch senken. Reine Stromkunden müssen tiefer in die Tasche greifen.

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Quelle: dpa

Brandenburg/H. Die Stadtwerke Brandenburg an der Havel ändern zum 1. Januar 2017 ihre Strom- und Gaspreise. Wer nur Gas- oder Strom- und Gaskunde des städtischen Unternehmens ist, kann seine Energiekosten bei durchschnittlichem Verbrauch senken. Reine Stromkunden müssen tiefer in die Tasche greifen.

Die Stadtwerke-Geschäftsführer Uwe Müller und Gunter Haase erläuterten am Dienstag, die Preisänderungen, auf die sich die Kunden des kommunalen Energieversorgers 2017 einstellen müssen.

Erfreulich ist aus Kundensicht die Senkung der Erdgaspreise um 0,4 Cent brutto pro Kilowattstunde über alle Produkte der Stadtwerke. Müller und Haase rechnen vor, dass Kunden bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden im nächsten Jahr je nach Tarif 80 oder 120 Euro weniger für Erdgas ausgeben würden als in diesem Jahr, in bestimmten Fällen sogar 320 Euro weniger.

Dem seit 2013 erstmals sinkenden Gaspreis steht der steigende Strompreis gegenüber. Die Stromkunden der Stadtwerke müssen bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1800 Kilowattstunden künftig mit Mehrkosten von bis zu rund 24 Euro brutto im Jahr rechnen. Denn über alle Produkte erhöhen die Stadtwerke den Strompreis um 1,34 Cent pro Kilowattstunde. Es handelt sich um die erste Strompreiserhöhung des lokalen Energieversorgers seit vier Jahren.

Eine Übersicht

Bis zum Jahr 2005 lag der Durchschnittsbruttopreis für Strom der Stadtwerke Brandenburg unter 20 Cent pro Kilowattstunde.

Zwischen 2006 und 2012 stieg dieser Stromdurchschnittpreis von 21,52 Cent auf 24,92 Cent.

Der höchste Anstieg war der Sprung von 24,92 Cent auf 28,35 Cent im Februar 2013. Danach sank er leicht.

5,64 der 29,32 Cent Stromkosten ab Januar 2017 können die Stadtwerke in ihrer Preisgestaltung beeinflussen.

Uwe Müller erklärt den steigenden Strompreis mit den deutlich erhöhten gesetzlich festgeschriebenen Begleitkosten. Das ist Geld, das die Stadtwerke an ihre Kunden weiterreichen müssen, ohne selbst davon zu profitieren – also Netznutzungsentgelte, Abgaben und Steuern. Diese Begleitkosten machen fast fünf Sechstel des Strompreises aus. Allein die Mehrwertsteuer wird im nächsten Jahre sieben Millionen Euro Einnahmen der Stadtwerke in die Kasse des Bundesfinanzministers spülen.

Die Stadtwerke wollen die Erhöhung dadurch abfedern, dass sie denjenigen Kunden , die sich vertraglich mindestens ein Jahr gebunden haben, einen höheren Rabatt gewähren. Im Ergebnis kommen Rabattkunden bei einem Durchschnittsstromverbrauch so auf eine Erhöhung, die bei nur noch gut 20 Euro im Jahre liegt.

Wer sich auf mindestens ein Jahr festlegt und nun vom flexiblen, aber teureren Stromtarif wechselt zum fixen. aber niedrigeren Tarif,wird die Erhöhung kaum noch spüren. Denn diese macht sich in dem Fall nur mit knapp drei Euro im Jahr bemerkbar, rechnet Kaufmann Uwe Müller vor. Er sagt: „Wer von uns den Strom bezieht, bekommt nicht den niedrigsten Preis, den er kriegen kann, aber einen fairen Preis. Unsere Kunden sind auf längere Sicht günstig bedient.“

Die Stadtwerke geben eigenen Angaben zufolge ihre günstigen Einkaufsbedingungen an ihre Kunden weiter und federn dadurch die Erhöhung des Strompreises ab.

Beim Gas gilt das gleiche. Da bei Erdgas deutlich weniger Abgaben, Steuern und Entgelte fällig werden, kommt für die Kunden unterm Strich eine deutliche Senkung des Gaspreises heraus. Weil die Stadtwerke auch beim Gas ihre treuen Rabattkunden begünstigen, sind mit dem Fixtarifen bessere Preise möglich als 2016. Wer sich für ein oder zwei Jahre neu an die Stadtwerke und deren Festpreis bindet, kann 2017 auf um 320 Euro günstigere Kosten für Gas kommen.

Dadurch, dass das Unternehmen seine zuletzt günstigeren Einkaufspreise an die Kunden weitergibt und den Rabatt erhöht, sinkt die Gewinnmarge bei Strom und Gas um einen sechsstelligen Betrag.

Von Jürgen Lauterbach

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