Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Abenteuer Einbaumbau: Archäologen berichten
Lokales Brandenburg/Havel Abenteuer Einbaumbau: Archäologen berichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:02 05.03.2017
Karl Isekeit stellt das Einbaumprojekt von Ziesar vor. Quelle: Christine Lummert
Anzeige
Brandenburg/H

Was liegt im Brandenburger Boden verborgen? Dieser Frage sind die Archäologen auf der Spur. Welche Antworten im vergangenen Jahr gefunden wurden, war Gegenstand der Jahreskonferenz der Landesarchäologie für 2016, zu der das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum eingeladen hatten. Zahlreiche Experten kamen zur zweitägigen Konferenz im Audimax der Technischen Hochschule Brandenburg.

Ein Höhepunkt des Forschungsjahres war der Nachbau eines Einbaums. Er entstand im Sommer 2016 im Schatten des Archäologischen Landesmuseums (MAZ berichtete). Damit ließ sich ein ganz anderer Blick in die Geschichte erlangen. Wissenschaftler sprechen vom Forschungsfeld der experimentellen Archäologie. Karl Isekeit, Student der Freien Universität Berlin, hat bei dem Nachbau des slawischen Wassergefährts mitgeholfen und fasste die Erfahrungen für die Konferenzteilnehmer zusammen.

Ursprünglich waren nur drei Wochen für den Nachbau des Einbaums eingeplant, der 1935 bei einer Grabenreinigung in der Nähe der Burg Ziesar gefunden wurde. „Der uns zu Verfügung gestellte Baum war problematisch zu bearbeiten und so mussten wir zur Fertigstellung eine Woche länger arbeiten“, sagte Isekeit. Astlöcher in dem auf zwei Zentimeter ausgehöhlten Stamm mussten gestopft werden. Das Ausbrennen des Einbaums, das die slawischen Bootsbauer beherrschten, wurde zu einer großen Hürde. „Wir wurden dabei von einem Gewitter überrascht und als der Blitz ins Paulikloster einschlug, mussten wir Schutz suchen“, beschrieb Isekeit die Situation. Eine halbe Stunde später hatte n die Flammen beim Ausbrennen ein kleines Loch in den Einbaumrumpf gefressen, das mühsam wieder gestopft werden musste.

Hans-Joachim Behnke war einer der Projektleiter und begleitete den Bau des Einbaums. Aus dem Stamm einer Roteiche von zwölf Metern Länge und zehn Tonnen Gewicht wurde dann schließlich doch ein fahrbarer 8,60 Meter langer und etwa 500 Kilogramm schwerer Einbaum. Er ist inzwischen wieder im Burghof in Ziesar zu sehen. „Am Nikolaustag 2017 werden wir im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg ein Buch über das Einbaumprojekt vorstellen“, kündigte Hans-Joachim Behnke an.

Die beiden Konferenztage wurden genutzt, um neue Erkenntnisse aus den verschiedensten Perioden der Besiedlungsgeschichte des Landes Brandenburg vorzustellen. Die Berichte aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark beschäftigten sich vor allem mit der Slawenzeit. Johannes Reichel von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft stellte anhand der Ausgrabungsstätte in Gortz am Beetzsee seinen neuen methodischen Ansatz zur Altersbestimmung verschiedener Ausgrabungsschichten vor.

Von Christine Lummert

Brandenburg/Havel Angstzustände unter Drogeneinfluss - Brandenburger Schülerin auf Horrortrip

Horrortrip nach Drogenkonsum – eine 16-jährige Schülerin aus Brandenburg an der Havel hat in der Nacht zu Sonntag für einen Polizeieinsatz gesorgt. Sie hatte die Polizei gerufen, weil sich mehrere Personen an ihrer Eingangstür zu schaffen machten. Vor Ort machte die Polizei eine ganze andere Feststellung.

05.03.2017
Brandenburg/Havel Brandenburger Polizei erstattet Anzeige - Rechtsradikale Musik schreckt Passanten auf

Musik der rechtsextremen Szene haben Jugendliche und Heranwachsende am Freitagabend in der Augustastraße in Brandenburg/Havel abgespielt. Jedenfalls sind das die ersten Erkenntnisse der Brandenburger Polizei. Sie hat zwei junge Männer angezeigt,

05.03.2017

Diese Aktion in einem Kindergarten hat Tierschützer auf die Palme gebracht. Anfang dieser Woche hat in Brandenburg an der Havel ein Reptilien-Experte eine Faschingsparty besucht. Die Kinder durften sich auf eine Schildkröte setzen. Tierschützer sind entsetzt. Der Reptilien-Experte verteidigt sich, will aber Konsequenzen ziehen.

04.03.2017
Anzeige