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Brandenburg/Havel Abfalleimer abmontiert: Statt Hundekot jetzt Ratten
Lokales Brandenburg/Havel Abfalleimer abmontiert: Statt Hundekot jetzt Ratten
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00:22 20.11.2017
Brandenburg Jungfernstieg ohne Mülleimer Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/Havel

Michael Riedel wundert sich. Von einem Tag auf den anderen stellte der Brandenburger fest, dass einzelne Papierkörbe neben den Ruhebänken am Jungfernstieg fehlten. Ungefähr in Höhe der Weißen Villa klafft nun eine Papierkorb-Lücke. Der Bürger versteht den Sinn und Zweck nicht, weil Abfälle dort inzwischen nicht mehr überwiegend in der Tonne landen, sondern durch die Gegend fliegen. Die fraglichen Bänke sind nach seiner Beobachtung an wärmeren Tagen beliebte Treffpunkte oft junger Leute, die sich zur Stärkung Speis und Trank aus dem nahe gelegenen Imbiss oder dem Supermarkt holen. Am Ende bleibt aber Müll.

Auch mit den Papierkörben lagen gelegentlich zwar Abfälle auf dem Weg. Dennoch erfüllten sie in der Regel ihren Zweck. „Manchmal habe ich dort jetzt sogar schon Ratten gesehen“, versichert der besorgte Bürger.

Die Rationierung der Abfallbehälter hat finanzielle Gründe, erklärt die Verwaltung. „Im August wurde die Anzahl der Betonpapierkörbe zwischen den Bänken reduziert, das Geld für die regelmäßige Leerung dieser Papierkörbe wurde an anderer Stelle benötigt“, teilt Karin Krasny von der Fachgruppe Umwelt und Naturschutz mit.

1346 Abfallbehälter gibt es auf den öffentlichen Straßen, Grünanlagen, Kinderspielplätzen und Haltestellen für Bus und Bahn. Um sie von der Mebra leeren zu lassen, sind einschließlich der Abfallentsorgung und Umfeldreinigung jährlich rund 200 000 Euro im städtischen Haushalt vorgesehen. Dieses Geld hätte nicht gereicht für den zusätzlichen Bedarf in Hohenstücken.

Dort ließ die Verwaltung auf Antrag des Bürgerbeirates an ausgewählten Stellen Abfallbehälter aufstellen, um Entsorgungsmöglichkeiten für Hundekotbeutel zu schaffen.

Weil am Kaiser-Reka-Platz noch mehrere Abfallbehälter stehen, hält die Verwaltung die Reduzierung am Jungfernstieg für angemessen. Schließlich scheine nicht die Anzahl der Behälter entscheidend zu sein, sondern das Verhalten der Passanten.

Doch ist das letzte Wort womöglich noch nicht gesprochen. Aus laufenden Beobachtungen, Bürgermeldungen und den Hinweisen des Entsorgungsunternehmens werden Rückschlüsse auf notwendige Veränderungen gezogen, teilt die Verwaltung mit. Wegen der Ratten wurde das Gesundheitsamt informiert.

Von Jürgen Lauterbach

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