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Abiturienten beim Hans-Riegel-Preis geehrt

Brandenburg/Havel Nord Abiturienten beim Hans-Riegel-Preis geehrt

Neben ihrer Auszeichnung als beste Abiturientin der Stadt Brandenburg im Fach Deutsch, kann sich die 18-jährige Jessica Seetge auch über eine Ehrung im Fach Mathematik freuen. Mit einer Seminararbeit belegte sie beim Hans-Riegel-Fachpreis den 3. Platz. Dafür bekam sie neben einer Urkunde und einem Geldpreis außerdem eine süße Überraschung.

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Abiturientin Jessica Seetge blättert in ihrer ausgezeichneten Seminararbeit.

Quelle: Norman Giese

Brandenburg/H. Es sind aufregende Tage für Jessica Seetge. Am Samstag bekommt die 18-jährige Schülerin des Bertolt-Brecht-Gymnasiums ihr Abiturzeugnis überreicht, bereits am Mittwoch wurde sie von der Stadt Brandenburg als beste Abiturientin im Fach Deutsch ausgezeichnet. Und ganz nebenbei sahnte sie nun auch noch beim Fachpreis der Hans-Riegel-Stiftung ab. Eine unabhängige Fachjury wählte ihre Seminararbeit „Die Bedeutung von Vektoren- und Matrizenrechnung für die digitale Bildverarbeitung“ auf den dritten Platz im Fach Mathematik.

Wie alle Bewerber wurde sie in der vergangenen Woche zur Preisübergabe nach Potsdam eingeladen. „Insgesamt wurden 115 Seminararbeiten aus 40 Schulen im Land Brandenburg eingeschickt“, sagt Mathelehrer Thomas Weiß, der seiner Schülerin die Teilnahme an dem Fachpreis vorgeschlagen hatte. Neben der Mathematik sind auch Arbeiten aus den Fächern Biologie, Chemie, Geografie, Informatik und Physik prämiert worden.

Geldpreis und Gummibärchen als Belohnung

Ob und welche Platzierung sie erzielen würde, wusste die Brandenburger Abiturientin vorher nicht. „Ich war ziemlich nervös und aufgeregt“, erzählt Jessica Seetge. Als schließlich ihr Name gefallen ist, sei das eine riesengroße Überraschung für sie gewesen. „Ich habe mich natürlich auch gefreut“, sagt Lehrer Thomas Weiß. Für die Schülerin gab es bei der Ehrung eine Urkunde sowie einem Geldpreis in Höhe von 200 Euro – und da der Preis nach Haribo-Gründer Hans Riegel benannt ist auch jede Menge Gummibärchen.

Jessica Seetge präsentiert ihre Urkunde

Jessica Seetge präsentiert ihre Urkunde.

Quelle: Norman Giese

Damit belohnte sie sich für ihre gute Arbeit, die im zwei Jahre dauernden Seminarkurs entstanden ist. „Ziel dieses Kurses ist es, die Schüler in die wissenschaftliche Arbeitsweise einzuführen und sie so auf ein mögliches Studium vorzubereiten“, erklärt Thomas Weiß. Dazu werden zunächst theoretische Grundlagen etwa zu Recherchemethoden und zu formalen Richtlinien vermittelt.

25-seitige Seminararbeit zum Thema Bildverarbeitung

Anschließend gibt der betreuende Lehrer ein Rahmenthema vor, in dem jeder Schüler dann selbst eine individuelle, spezielle Fragestellung untersucht. „Es sollte kein Thema aus dem Unterricht sein“, sagt Mathelehrer Weiß. So waren die Schüler gezwungen, sich die mathematischen Grundlagen ihres Sachverhaltes selbst zu erarbeiten. Die Aufgabe im Rahmenthema von Jessica Seetge lautete, ein Problem aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Technik mit den Mitteln der höheren Mathematik zu lösen.

In ihrer 25-seitigen Seminararbeit wies die 18-Jährige schließlich nach, dass man mit höherer Mathematik – in diesem Fall Vektoren und Matrizen – Filter entwerfen kann, die eine automatische Bildverarbeitung ermöglichen. „Es hat mich schon vorher interessiert, Bilder zu be- und verarbeiten“, begründet sie ihre Themenwahl. Über gut ein Jahr habe sie sich mit der Thematik befasst und sich dabei Schritt für Schritt erarbeitet. „Ich bin zum Beispiel in die Technische Hochschule gegangen und habe mir dort wissenschaftliche Arbeiten ausgeliehen.“

„Nichts mit Mathe“ – Jessica Seetge will Medizin studieren

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, findet nicht nur Thomas Weiß, der die Seminararbeit mit „sehr gut“ bewertete. „Jessica hat das Rahmenthema inhaltlich und formal voll und ganz erfüllt.“ Weiß habe keinen Zweifel daran, dass die Abiturientin auch an einer Hochschule in der Lage ist, problemlos eine wissenschaftliche Arbeit anzufertigen. Das wird sie sicher bald unter Beweis stellen können, denn für ihre Zukunft hat die Brandenburgerin schon konkrete Pläne. „Leider nichts mit Mathe“, so der Lehrer. Jessica Seetge hat sich entschieden Medizin zu studieren. Am Sonntag möchte sie die ersten Bewerbungen abschicken.

Von Norman Giese

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