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Brandenburg/Havel Acapulco auf dem Wege der Besserung
Lokales Brandenburg/Havel Acapulco auf dem Wege der Besserung
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11:01 29.07.2013
Familie Kolodziej genießt die verschobene Insel. Quelle: Frank Bürstenbinder/Jürgen Lauterbach
Brandenburg an der Havel

Verschiebung, Neupflanzung, Hochwasser, Eis, Biberangriffe, hungrige Rehe: Der Hünensteg hat viel mitgemacht in den vergangenen Jahren. Die kleine Insel im Beetzsee, besser bekannt als Acapulco, ist drei Jahre nach der Radikalkur noch nicht wieder zu Hochform aufgelaufen. Doch Fortschritte sind unverkennbar. Für Schwimmer und wagemutige Bootsfahrer lohnt es sich wieder, an Land zu gehen.

Das Bild links entstand vor der Verlegung, das Foto daneben mit Familie Hanemann/Sell ist aktuell. Quelle: Frank Bürstenbinder/Jürgen Lauterbach

Doch so karg und trostlos wie noch vor genau einem Jahr geht es nicht mehr zu auf der Insel. Martin Kolodziej und seine Familie kennen die bewegte Geschichte des Hünenstegs nicht, der für 440000 Euro fortrücken musste, damit die Regattastrecke international wettkampftauglich ausgebaut werden konnte. Doch die Hausbooturlauber aus Weimar sind begeistert. "Traumhaft, ein niedliches Fleckchen Erde", schwärmt Peggy Kolodziej. "Der Sand ist schön", loben die Kinder Karl und Nele.

Acapulco im Vergleich: vor einem Jahr (links) und heute. Quelle: Frank Bürstenbinder/Jürgen Lauterbach

Zufällig schipperte die Familie am Hünensteg entlang. Die Insel sah so einladend aus, dass angelegt wurde. "Die Havel ist so reizvoll, das ruft nach Wiederholung", sagt Martin Kolodziej. Heinrich Grümmer und seine beiden Geschwister haben dagegen gezielt Halt gemacht. Die Potsdamer folgten einem Tipp von Freunden und finden die Insel "sehr gut".

Acapulco im Vergleich: vor einem Jahr (links) und heute. Rechts genießt Familie Kolodziej die Insel. Quelle: Frank Bürstenbinder/Jürgen Lauterbach

Wer Acapulco von früher kennt, äußert sich kritischer. "Die Steine am Ufer sind unschön und es geht steil ab", bedauert Patrick Beyer, der es dennoch schaffte, sein Boot ohne Schäden festzumachen. Bis auf den Dreck und die Hundehinterlassenschaften sehe es inzwischen aber ganz schick aus.

Auch andere Boots- und Badegäste warnen vor dem gefährlichen Anlanden. "Ein bisschen viele Steine", kritisiert ein älterer Freizeitkapitän. Dabei hätten die Bootsleute schon viele Brocken an die Seite geräumt. Er fände es wünschenswert, wenn die Politessen sich einmal auf der Insel um die Scherben und den anderen Unrat kümmern würden. "Vor dem Baggern war Acapulco schöner", findet Kay Hannemann. "Der Strand sei nichts Halbes und nichts Ganzes", pflichtet ihm Diana Sell bei. Gleichwohl genießt das Paar mit den Kindern Finn und Kilian die aufkeimende Idylle. Zumindest sei es dort nicht so überfüllt wie an anderen Badeplätzen.

Einen offiziellen Badestrand gibt es auf der Insel nicht. Doch Bootstouristen, Ausflügler und Badegäste sind geduldet. Die Naturschützer wünschen sich einen achtungsvollen Umgang mit der Natur und den Besonderheiten, die die Insel ausmachen.

Von Jürgen Lauterbach

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