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Brandenburg/Havel Acht Künstler übergeben ihre Reliefs
Lokales Brandenburg/Havel Acht Künstler übergeben ihre Reliefs
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07:25 04.10.2016
Die Künstler mit einigen ihrer Reliefs: Alexandro Lescay, Christine Kühn, Marco Flierl, Anna Franziska Schwarzbach, Florian Flierl, Fanny Galera, Bürgermeister Dieter Sehm, Klaus Cenkier, Alberto Lescay und Rudolf Borkenhagen (v.l.). Quelle: Silvia Zimmermann
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Ziesar

Die Stadt Ziesar kann nun ihre Galerie unter freiem Himmel gestalten. Am Montag übergaben acht Künstler aus Spanien, Kuba und Deutschland ihre eigenhändig gefertigten Reliefs an die Stadt. Fast 100 Zuschauer waren gekommen, um sich die 40 mal 40 Zentimeter großen Kunstwerke aus der Stadtgeschichte von Ziesar zu betrachten. Gefallen fanden alle kleinen und großen Betrachter an den geschaffenen Motiven.

„Die Bronze ist in Ziesar gelandet“ – mit diesen Worten begrüßt Manfred Geserick am Montagvormittag die rund hundert Gäste und Künstler auf dem Klostervorplatz in Ziesar. Sie sind zur Übergabe der Bronzereliefs gekommen.

Eines der nun in Ziesar befindlichen Reliefs. Quelle: sz

Inspirationen für ihre Arbeiten finden Alexandro Lescay und Alberto Lescay aus Kuba, Marco Flierl, Anna Franziska Schwarzbach, Florian Flierl aus Berlin, Fanny Galera aus Spanien und Klaus Cenkier aus Ziesar bei einer Stadtführung. Danach werden 14 Tage lang die Ideen aufs Papier gebracht, Drucke entworfen, geformt und später alles in Bronze gegossen.

Welcher Künstler welche Spuren aus der Stadtgeschichte in Ziesar in Form eines gestalteten Reliefs hinterlassen, erklärt bei einem Rundgang Bildhauer Klaus Cenkier. So hat sich Fanny Galera aus Spanien von den Steinen der Stadt inspirieren lassen. Sie gestaltet in ihrem Relief Steine, die zum Bauen von Häusern und Straßen verwendet wurden.

Cenkier selbst widmet sich dem Musikwesen der Stadt und dem Ende des Bischofssitzes auf der Burg. Alberto Lescay aus Kuba verarbeitet seine Vorstellungen vom Rad des Lebens. „Beeindruckt hat ihn das Mittelalterfest auf der Burg Ziesar“, erklärt Cenkier.

Auch Sohn Alexandro ist hingerissen von dem bunten Treiben der Gaukler und Ritter. „Er fand in einer Hängematte zu seinen Motiven. Das was nach Relaxen aussah, war die Schöpfungsstunde der Entstehung seiner Bilder“, erzählt Geserick.

Anna Franziska Schwarzbach widmet sich zwei in Ziesar geborenen Menschen, Johannes Aepinus und Fischer. Aepinus bekam Bedeutung bei der Reformation vor 500 Jahren. Fischer ist ein Liedtexter aus dem 19. Jahrhundert. Schwarzbach hat die ersten Entwürfe ihrer Reliefs dem Kultur- und Heimatverein Ziesar geschenkt.

Die Menschen und Familien von Ziesar verarbeitet Florian Flierl. Rudolf Borkenhagen wagt sich sogar an die Wurzel Jesse aus der Burgkapelle. Marco Flierl schuf Otto I. und Friedrich den Großen.

„Mit diesem Kunstprojekt erhält Ziesar eine deutliche Aufwertung und kann sich neben vielen Städten in Kuba und Berlin als Austragungsort des Kunstgießersymposiums der „El Vudo de Bronce-Flug der Bronze“ nennen.

Die Lebensgefährtin von Klaus Cenkier, Christine Kühn, hält bei diesem Projekt die finanziellen Fäden in den Händen und sorgte für die Versorgung der Künstler. Zu sehen sind die Reliefs in Ziesars Stadtmitte noch nicht. Erst in etwa 14 Tagen werden die Bronzeplatten von den Künstlern in den Boden eingelassen.

Von Silvia Zimmermann

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