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Ärger um Pokémon-Spieler am Marienberg

Bürgerbeschwerden Ärger um Pokémon-Spieler am Marienberg

Bürger, die in Brandenburg an der Havel in der Nähe des Marienbergs wohnen, beschweren sich bei der Stadtverwaltung zunehmend über wildes Parken rund um den Brunnen am Rosenhag. Weitere Gründe für die Anrufe: laute Musik, Müll – sowie Leute, die dem jüngsten Pokémon-Hype folgen. Und ihre Notdurft dabei auf dem Spielplatz oder im Gebüsch verrichten.

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Auch tagsüber stellen manche Autofahrer ihren Wagen rund um den Brunnen am Marienberg-Aufgang ab.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Bürger, die in der Nähe des Marienbergs wohnen, beschweren sich bei der Stadtverwaltung über wildes Parken rund um den Brunnen am Rosenhag, über laute Musik, Müll und Pokémon-Spieler, die ihre Notdurft auf dem Spielplatz oder im Gebüsch verrichten.

Bei der Stadtverwaltung häufen sich die Klagen über wild parkende Autos am Aufgang zum Marienberg. Rund um den Brunnen tummeln sich in der Woche bis in die Nacht täglich 20 bis 40 Menschen, heißt es. Sie parkten ihre Autos oft mehrere Stunden lang kreuz und quer vor dem Brunnen. Auch die Gehwege würden als wilder Parkplatz genutzt, heißt es in der jüngsten Beschwerde auf der städtischen Internet-Plattform „Maerker“.

Nach der Beobachtung von Augenzeugen unternimmt die Stadtverwaltung nichts gegen die Falschparker, während sie ganz in der Nähe, etwa in der Bergstraße, deutlich weniger nachsichtig sei und Bußgelder kassiere, wenn jemand vergisst, die Parkscheibe sichtbar ins Auto zu legen.

Die Stadtverwalter räumen aufgrund der aktuellen Beschwerde ein, dass ihnen der Sachverhalt bereits bekannt sei. Mitarbeiter des Sicherheitszentrums kontrollierten dort täglich. Meldungen würden an die örtliche Polizeidienststelle weitergeleitet. Die Ordnungsbehörde der Stadt habe wegen des unberechtigten Parkens Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Ein anderer Beschwerdeführer teilte vor wenigen Tagen sein Wissen mit der Verwaltung, dass sich nämlich rund um den Brunnen am Rosenhag Tag und Nacht Menschen treffen, um mit ihren Smartphones und Tablets das aktuell sehr populäre Spiel Pokémon-Go zu spielen. Die Pokémon-Spieler nutzten den nahe gelegenen Spielplatz und das Gebüsch als WC-Ersatz und hinterließen so viel Müll, dass die Papierkörbe regelmäßig überquellten.

Falschparker seien zumeist erst ab 22 Uhr feststellen, wenn Anwohner durch Grölen und laute Musik gestört würden. Die Stadtverwaltung verweist zum einen an die Polizei und zum anderen an das Umweltamt, dass die Papierkörbe nun deutlich häufiger leeren lasse, nämlich täglich statt wie bisher nur zweimal in der Woche.

Dass ein Anwohner an besagter Stelle Bier und Bratwürste an die Falschparker und wen auch immer verkauft, geht nach Darstellung der Verwaltung in Ordnung. Denn der Bier- und Wurstverkauf sei ordnungsgemäß in der Gewerbebehörde der Stadt Brandenburg an der Havel angemeldet worden.

Der Verkaufsstand befinde sich auf einer privater Fläche, somit bestehe gewerberechtlicht keine Möglichkeit, den Verkauf zu unterbinden.

Von Jürgen Lauterbach

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