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AfD-Vize Schwarz schmeißt hin

Brandenburg an der Havel AfD-Vize Schwarz schmeißt hin

Das bessere Ende eines ziemlich schmutzigen Kleinkrieges innerhalb des AfD-Kreisverbandes Brandenburg kann der AfD-Bundestagskandidat und Landesgeschäftsführer Klaus Riedelsdorf für sich verbuchen. Sein Widerpart, der Vize-Kreischef Daniel Schwarz hat seinen Rücktritt als Parteifunktionär erklärt. Ihm droht der Parteiausschluss.

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Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl werden die Töne, die aus dem Brandenburger Kreisverband der AfD kommen, zunehmend schriller.

Quelle: dpa, Peter Gercke

Brandenburg/H. Das bessere Ende eines ziemlich schmutzigen Kleinkrieges innerhalb des AfD-Kreisverbandes Brandenburg an der Havel kann der AfD-Bundestagskandidat und Landesgeschäftsführer Klaus Riedelsdorf für sich verbuchen.

Sein Widerpart, der Vize-Kreischef Daniel Schwarz hat seinen Rücktritt als Parteifunktionär erklärt, nachdem ihm der Landesvorstand unter dem Vorsitz von Andreas Kablitz das Recht aberkannt, als Mitglied des Vorstandes weiter tätig zu sein.

Mit etwa 20 Mitgliedern ist die AfD-Gliederung an der Havel sehr klein, sorgte aber über Monate für Missstimmung und Streit. Dabei hatte Schwarz den ersten Stein geworfen und in einer Presseerklärung gegen Riedelsdorf mobil gemacht.

Zusammen mit einigen Mitstreitern hatten er dem Kandidaten und Stadtverordneten Riedelsdorf den Intellekt für ein derart wichtiges Amt wie das des Bundestagsabgeordneten schlicht abgesprochen. Sie sind überzeugt, der Kandidat sei überfordert mit dem Posten.

Zudem wähnten sie ihn auf festem CDU-Kurs. In der Tat macht Riedelsdorf aus seiner Hochachtung für die CDU-Kandidatin Dietlind Tiemann und ihre Arbeit als Bürgermeisterin keinen Hehl. Dann solle man doch gleich Tiemann wählen, meinten die AfD-ler um Schwarz. Das sei ein Scherz gewesen, hieß es später. Das kam beim Landesvorstand anders an. Die Tiemann-Werbung wird dort ebenso kritisiert wie der Vorwurf, Riedelsdorf verfolge „zunehmend schrille Thesen mit Hang zur Verschwörungstheorie.“ Riedelsdorf hatte das stets weit von sich gewiesen.

Nachdem nun der Landesvorstand Schwarz mitgeteilt hat, man strebe ein Ausschlussverfahren gegen ihn an, habe er sich „übergeben“ müssen „als ich den Sanktionsbrief des Landesvorstandes erhalten habe“, schreibt der Ex-Vize.

Einem gewählten Mitglied des Vorstandes seine Rechte abzuerkennen, zeige in seinen Augen „ein mangelndes Demokratieverständnis.“ Die Art und Weise wie im Kreisverband Brandenburg auf Kritik reagiert werde, habe offenbar Methode: Kritiker würden mundtot gemacht, „vermeintliche Störenfriede schnell weg gemobbt.“

Schwarz: „Der Direktkandidat Klaus Riedelsdorf kann dort zunehmend als Alleinregent mit diktatorischen Zügen schalten und walten wie es ihm gefällt.“ Das schreie nach einer Reaktion: Folglich trete er stellvertretender Kreisvorsitzender zurück.

Allerdings war Daniel Schwarz bei der Parteiführung nicht nur wegen seiner Kritik an Riedelsdorf in Ungnade gefallen. Ebenso übel nahm man ihm eine Beteiligung an der Demo der „Identitären Bewegung“ (IB) am 17. Juni in Berlin, obwohl der Landesvorstand zuvor dringend vor der Teilnahme warnte.

Schwarz: „Ich kann den Kreisverband nur warnen weiter Kritiker auszuschließen und ihnen ihre Rechte als Mitglieder zu nehmen. Der Konflikt könnte dann sehr schnell heiß laufen!“

Innerhalb einer Woche ist die AfD vor Ort schon die zweite kleine politische Gruppierung, die einen führenden Kopf verliert. In der Vorwoche hatte der Kreisvorsitzende und Sprecher der Freien Wähler-BüfüBü Sebastian Möckel aus politischen Gründen sein Amt niedergelegt. Einer der Gründe war im Übrigen der herzliche und kritiklose Umgang seiner früheren Parteifreunde mit Riedelsdorf und der AfD.

Von Benno Rougk

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