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Brandenburg/Havel Alarm für die Jugendfeuerwehr
Lokales Brandenburg/Havel Alarm für die Jugendfeuerwehr
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13:59 26.08.2016
Alarm für die Jugendfeuerwehr auf dem Breiten Weg. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Ziesar

Auf dem Breiten Weg brennt’s! Ein klarer Fall für die Jugendfeuerwehr. Emely Patke und Marie-Christin Saenger fackeln nicht lange. Mit dem Strahlrohr zielen sie auf die Flammen eines simulierten Schlafzimmerbrandes. Wasser marsch! Schnell haben die Mädchen das Feuer unter Kontrolle. Auf den Rücken geschnallte Plastikrohre sollen Atemluftflaschen darstellen. In wenigen Sekunden ist der Brandherd gelöscht. Die beiden Ausbilder Andy Utermark und Michael Kühne sind zufrieden: Aufgabe erfüllt, niemand wurde verletzt, keiner fehlt. Von den vielen Schaulustigen brandet Beifall auf.

Kein Durchkommen auf dem Breiten Weg: Junge Feuerwehrleute sichern die Einsatzstelle. Quelle: Frank Bürstenbinder

So etwas gab es noch nie in Ziesars Mitte: Bei der jährlichen Einsatzübung standen zunächst nicht die aktiven Kameraden im Mittelpunkt des Geschehens, sondern der Nachwuchs. Punkt 18 Uhr wurde in der Stadt Alarm ausgelöst. Wenige Minuten später rollte das Löschfahrzeug mit den Mädchen und Jungen heran. Der Jugendwart erteilte den Einsatzbefehl. Wie die erwachsenen Vorbilder rollten die Kleinen eine Schlauchstrecke mit Kupplungsstück aus, während sich der Angriffstrupp zur Brandbekämpfung vor dem Haus mit der Nummer 34 bereit machte. Leando Krüger, Leonie Jahn und Leon Maurice Beutler sicherten derweil den Brandort, der für den Durchgangsverkehr im Herzen Ziesars tabu war.

Feuerwehrchef Uwe Roßner moderiert die Einsatzübung. Quelle: Frank Bürstenbinder

Als Moderator der Vorführung verwies Feuerwehrchef Uwe Roßner auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern in Wohnhäusern. „Die meisten der jährlich rund 8000 Brandtoten in Deutschland gehen auf das Konto giftiger Rauchgase“, so Roßner. Im Falle eines Falles können Rauchmelder mit einer Lautstärke von 85 Dezibel Leben retten. Am 3. Oktober will sich Ziesars Feuerwehr mit einem Kinderfest dem interessierten Nachwuchs vorstellen.

Dach ab, Kofferhaube ab, Türen ab – mit Hydraulikwerkzeug arbeiten sich Feuerwehrleute an den eingeklemmten Fahrer heran. Quelle: Frank Bürstenbinder

Wie man besser nicht grillen sollte, führten anschließend gestandene Feuerwehrleute mitten auf dem Breiten Weg vor – nämlich mit Brandbeschleuniger, Pappe und Zweige. „Bitte auch nicht in geschlossenen Räumen grillen. Sonst drohen Kohlenmonoxid-Vergiftungen“, warnte Ortswehrführer Roßner die rund 150 Zuschauer des brenzligen Spektakels.

Das „Opfer“ wird auf einem Rettungsbrett abtransportiert. Quelle: Frank Bürstenbinder

Eine Szene aus dem Alltag führten zu guter Letzt Kameraden aus Ziesar, Wenzlow und Bücknitz zusammen mit Rettungskräften der Rettungswache Ziesar vor - die Befreiung einer eingeklemmten Person aus einem verunglückten Pkw. Dazu hatte der Kfz-Dienstleister Schöneberg direkt vor der Rathaustür eine dramatische Kulisse aufgebaut. Ein VW Golf lag verkehrt herum mit seiner Schnauze auf der Motorhaube eines Opel Omega Kombi. Mit hydraulischem Spreizer und einer Schere arbeiteten sich die Feuerwehrleute an das im Wrack feststeckende „Opfer“ heran. Heimo Roloff von der Wusterwitzer Feuerwehr wurde am Ende auf das Rettungsbrett bugsiert und dem Krankenwagen übergeben. „Leute fahrt vorsichtig. So etwas möchte man nicht live erleben“, ermahnte Feuerwehrchef Roßner das Publikum. Von den bisher 57 Einsätzen in diesem Jahr eilten Ziesars Kameraden zu 22 Verkehrsunfällen. Viele davon auf der nahen Autobahn.

Von Frank Bürstenbinder

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