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Brandenburg/Havel Alkoholfahrt ins Gleisbett: 1500 Euro Strafe
Lokales Brandenburg/Havel Alkoholfahrt ins Gleisbett: 1500 Euro Strafe
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00:20 28.10.2017
   Quelle: Symbolbild
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Brandenburg/H

 Soweit es juristisch vertretbar war, zeigten sich Richterin und Staatsanwaltschaft milde am Dienstag im Gerichtssaal. Der 52 Jahre alte Alkoholfahrer aus dem Havelland muss 1500 Euro Strafe zahlen und muss weitere vier Monate auf seinen Führerschein verzichten.

Am 23. Januar hatte der vorbestrafte Berufskraftfahrer seine Mutter in Michelsdorf besucht. Er trank sechs Flaschen Bier und setzte sich dennoch ans Steuer.

Seine Alkoholfahrt mit 2 Promille im Blut endete in der August-Bebel-Straße, genauer gesagt im Gleisbett der Straßenbahn, die an dem Abend mehr als zwei Stunden lang nicht weiterfahren konnte. Zeugen waren die Schlangenlinien bereits aufgefallen, die er mit seinem Ford auf der B 102 beschrieben hatte.

Drei Familienmitglieder mit Krebsleiden

Seine verzweifelte Situation fasst der zitternde Angeklagte vor dem Amtsgericht Brandenburg/Havel so zusammen. Seine kranke Mutter und er haben den krebskranken Vater bis Dezember 2016 solange gepflegt, bis er schließlich starb.

Inzwischen hat der Angeklagte selbst Speicheldrüsenkrebs, seine Partnerin einen Hirntumor. Diese Situation habe ihn überfordert und schwer belastet. Ihm sei aber klar, dass Alkohol kein Ausweg ist und er sich als Berufskraftfahrer selbst am meisten schadet.

Um dem Alkohol zu entrinnen, habe er sich in psychiatrische Behandlung begeben, sagt der mit seinen Tränen kämpfende Mann. Die Richterin folgte mit ihrem Urteil dem Antrag der Staatsanwältin.

Eine noch geringere Strafe kam nicht in Betracht, weil der Angeklagte bereits in früheren Jahren Verkehrsdelikte begangen hat. Der 52-Jährige nahm das Urteil sofort an.
 

Von Jürgen Lauterbach

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