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Alle Garten-Kunstwerke auf einen Blick

Themengärten auf dem Packhof Alle Garten-Kunstwerke auf einen Blick

Wenn die Bundesgartenschau in der Havelregion vorbei ist, verschwinden auch die Themengärten auf dem Packhofgelände in Brandenburg an der Havel. Eine Broschüre hält die 33 aufwendig gestalteten Parzellen fest für die Ewigkeit.

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Bald ist die Buga Geschichte. Dann erinnert nur noch ein Katalog an die Themengärten.

Quelle: Thomas Uhlemann/Buga

Brandenburg/H.. „Feuer und Flamme“, „Unterwegs“, „Brandenburg Chic“ oder einfach nur „Rot“ – die Buga-Themengärten auf dem Packhof, 33 an der Zahl, haben stimmungsvolle, teils gar lyrische Namen. Was diese ausdrücken wollen, ist offensichtlich: Denn bei den Gärten in den fünf Pflanzschiffen „Nordstern“, „Andreas“, „Gustav“, „Luise“ und „Lina Marie“ handelt es sich nicht um gewöhnliche Gärten mit gewöhnlich hübsch verzierten, üppig blühenden Beeten.

Wer durch die Mustergarten spaziert, begibt sich vielmehr auf eine Entdeckungsreise, die weit über die gärtnerische Exkursion hinaus geht. Was die Architekten und Landschaftsgärtner zur Bundesgartenschau auf dem ehemaligen Werftgelände am Havelufer geschaffen haben, sind begehbare Kunstwerke.

Vom Ursprung der japanischen Blütenkirchen erzählt der Zierkirschengarten im Pflanzschiff „Luise“

Vom Ursprung der japanischen Blütenkirchen erzählt der Zierkirschengarten im Pflanzschiff „Luise“.

Quelle: Thomas Uhlemann/Buga

Auf dem Rundgang begegnen dem Besucher Europaletten und Beton als Sinnbild des urbanen Gärtnerns, die Havelstadt in Keramik gegossen oder Treibgut, das sich in einer alten Weide verfangen hat – Gärtnerkunst, die nicht unbedingt als Eins-zu-eins-Umsetzung für den eigenen Garten zu Hause gedacht ist.

Ein Nachschlagewerk für Hobbygärtner

Und doch geben die 33 Themengärten Hobbygärtnern und Blumenliebhabern viele Impulse und Anregungen mit auf den Weg. Wo es etwa den schwarzen Bambus, der im Garten „Rot“ wächst, zu kaufen gebe oder von wem der Koi-Teich im asiatischen Mustergarten stamme, wollten die Gäste immer wieder von den Landschaftsgärtnern wissen, nachdem sie eine Runde durch die Pflanzschiffe gedreht hatten. Bereitwillig gaben Rita Kaiser, Geschäftsführerin des Fachverbands Garten- und Landschaftsbau Berlin und Brandenburg (Galabau), und ihr Buga-Team am Haus der Landschaft Auskunft, notierten Namen und Adressen für die interessierten Besucher.

Die Macher haben in der 64-seitigen Broschüre alles Wissenswerte über die 33 Gärten zusammengetragen

Die Macher haben in der 64-seitigen Broschüre alles Wissenswerte über die 33 Gärten zusammengetragen.

Quelle: J. Sack

Doch seit dieser Woche hat die mühselige Zettelwirtschaft ein Ende: Eine 64-seitige Broschüre, herausgegeben vom Galabau und dem Förderverein Wernigeröder Gärten, fasst zum nahenden Buga-Schluss noch einmal alles zusammen, was man über die Themengärten auf dem Packhof wissen muss. „Kurzprofile zu den einzelnen Themengärten boten ja schon die Hinweistafeln“, sagt Frank Schröder, technischer Leiter der Buga, „nun haben wir die Inhalte um Pflanzlisten und ein detailliertes Firmenregister ergänzt.“

Der Katalog kann sich sehen lassen, findet Mit-Herausgeber Frank Schröder

Der Katalog kann sich sehen lassen, findet Mit-Herausgeber Frank Schröder.

Quelle: Josefine Sack

Warten, bis die Gärten erblühen

Dass der Katalog mit vielen Fotos überhaupt zustande kam, ist vor allem Schröder zu verdanken. Als studierter Landschaftsarchitekt lagen ihm die Themengärten in Brandenburg ganz besonders am Herzen. Frank Schröder, der selbst aus der Harzgemeinde stammt, ist Mitglied im Wernigeröder Förderverein und hat 2006 schon einmal eine solche Broschüre realisiert. Dass es zur Buga 2015 wieder einen Katalog geben würde, war für ihn von Anfang an klar: „Das stand schon mit der Planung der Themengärten fest“, gibt Schröder zu. Warum die Besucher dennoch fast bis zum Ende der Havel-Buga darauf warten mussten? „Ganz einfach, wegen der Bilder“, lautet Schröders Antwort. Man habe warten wollen, bis die Themengärten in voller Blüte stehen, begründet er. Die Fotos für den Katalog wurden allesamt in den Sommermonaten Juni und Juli aufgenommen. „Der Entwicklungsstand der Gärten ist jetzt im Herbst eigentlich am schönsten“, ist Galabau-Chefin Rita Kaiser überzeugt. Aber bis ganz zum Schluss wollten die Macher der Broschüre dann doch nicht mehr warten. Schließlich soll der Katalog für zwei Euro pro Exemplar noch rechtzeitig unters Buga-Volk gebracht werden.

Von Josefine Sack

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