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Brandenburg/Havel Alle Wagen aus Reckahn abgeholt
Lokales Brandenburg/Havel Alle Wagen aus Reckahn abgeholt
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15:30 17.01.2013
RECKAHN

. Die beiden Männer standen gestern Morgen in Reckahn an der Göttiner Straße und fotografierten und filmten die beiden Züge, die gen Brandenburg rollten. Bahndienstleister ITB holte gestern mit zwei Diesellokomotiven seine Wagen vom Gelände der Reckahner Firma Prinsen – darunter die Wagen, die etliche Jahre zwischen dem Reckahner Bahnhof und der Straße nach Krahne abgestellt waren.

Derweil schritt die Demontage der Schienen, Schwellen und des Unterbaus weiter voran. Der Abschnitt zwischen Golzow und Bad Belzig ist bereits Geschichte. Nun sind die Mitarbeiter auf dem Stück zwischen Bahnhof Golzow und Krahne zugange. „In den nächsten Tagen ist alles weg“, sagte Melanie Oertl von der Firma Prinsen gestern der MAZ. Dass mit dem Abbau der Gleisanlagen das Ende des Reckahner Prinsen-Standortes eingeläutet werde, wie manche befürchten, treffe nicht zu. „Unsere Firma bleibt hier bestehen“, gab Oertl zu verstehen.

Derzeit beschäftige der niederländische Unternehmer Fred Prinsen sieben Mitarbeiter im Reckahner Gewerbegebiet. Die Aufbereitung oder Verarbeitung von Bahnschwellen laufe weiterhin gut, versicherte Oertl. Betonschwellen, die das Unternehmen nicht für den neuerlichen Einbau in eine Bahnstrecke aufbereiten kann, wandert durch den Schredder und wird in Reckahn in überdimensionale Bausteine verwandelt. „Diese Steine sind gut nachgefragt“, berichtete Melanie Oertl.

Das Unternehmen verwertet die Strecke bis zur kleinsten Schraube. So gebe es auch für das Schotterbett Abnehmer. „Das sind wertvolle Natursteine“, sagte die Prinsen-Mitarbeiterin aus dem Reckahner Büro, „die sind etwa im Straßenbau sehr gefragt“.

Ronald Peters blutet das Herz, wenn er auf die gleislose Strecke schaut. „Wir haben uns hier eine unglaubliche Chance vergeben“, sagte der Eisenbahn-Enthusiast. Gewiss, die Eisenbahnfreunde Hoher Fläming beleben das Städtebahn-Stück zwischen Bad Belzig und Niemegk. „Aber bis nach Brandenburg wäre es viel attraktiver gewesen.“ (Von Heiko Hesse)

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