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Brandenburg/Havel Altbensdorf ist noch im Spiel
Lokales Brandenburg/Havel Altbensdorf ist noch im Spiel
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16:24 01.04.2016
Thorsten Fabrizi an der Voigt-Orgel. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Altbensdorf

Die Ideen gehen ihm nicht aus, wenn es um die musikalische Erbauung im brandenburgischen Teil des Kirchenkreises Elbe-Fläming geht. Am Sonntag um 18 Uhr eröffnet Kantor Thorsten Fabrizi eine bis in den November andauernde Orgelreihe, die einzig und allein einem Instrument gewidmet ist. Es handelt sich um die klangschöne und romantische Orgel, die im Jahre 1875 von der Firma Voigt aus Stendal in der Altbensdorfer Kirche errichtet wurde. Eher ungewöhnlich ist der seitliche Spieltisch, an dem der Kirchenmusiker österliche und frühlingshafte Musik spielen wird.

Wie es zu dem Orgelprojekt kam, ist schnell erzählt. „Im Bereich des Wusterwitzer Pfarramtes gibt es leider keine andere bespielbare Orgel. So fiel die Wahl nicht schwer“, berichtet der Kantor. Selbst die in der Wusterwitzer Kirche eingebaute Königin der Instrumente bleibt stumm, weil die witterungsbedingten Schäden aus den 1970er-Jahren bis heute kein Spiel erlauben. „Vielleicht trägt die Orgelmusik in Altbensdorf dazu bei, das Schicksal der anderen Orgeln wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken“, meint Fabrizi.

Die Kirche in Altbensdorf wurde 1998/99 umfassend saniert. Quelle: JACQUELINE STEINER

Rückendeckung für seine Orgelreihe, die immer am ersten Sonntag im Monat stattfindet, bekommt der Kantor vom Wusterwitzer Pfarrer Holger Zschömitzsch: „Von dem Vorschlag war ich sofort begeistert. Man wünschte sich, dass auch in unseren anderen Dörfern Orgelmusik erklingen könnte.“ Doch so bleibt es zunächst bei Altbensdorf, wo die 1998/99 umfassend sanierte Kirche am Sonntag Gastgeber der ersten „Kleinen Orgelmusik“ ist. Mit finanzieller Unterstützung zahlreicher Bürger war auch die Orgel vor einigen Jahren restauriert worden. Sie gehört neben den Instrumenten in den Kirchen Buckau und Bücknitz bei Ziesar zu den drei uneingeschränkt spielbaren Orgeln im brandenburgischen Teil der sogenannten „Region A“ des Kirchenkreises Elbe-Fläming. Die monatliche Orgelmusik wird etwa 40 Minuten dauern und mit einer kurzen Lesung eröffnet. Im Anschluss bleibt Gelegenheit bei einem Getränk miteinander ins Gespräch zu kommen. Zu jedem Stück gibt der Musiker kurze Erläuterungen. „Ich denke, die Leute wollen nicht nur zuhören, sondern auch ein wenig über den Komponisten und sein Werk erfahren“, meint der Kantor.

Fabrizi gestaltet die Orgelreihe nicht allein. Mehrere Gastmusiker werden Altbensdorf einen Besuch abstatten. So wird am 1. Mai der Leipziger Geiger Michael Spiecker zu Gast sein. Im Juni stellen sich junge Klavierspieler vor. Musik für Orgel und Kontrabass erklingt dann am 3. Juli mit dem Hallenser Musiker Frithjof Eydam.

Ein finanzielles Budget für die Orgelreihe gibt es vom Kirchenkreis nicht. Dennoch ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei. „Über eine Spende freuen wir uns natürlich“, so Fabrizi. Der Kirchenmusiker macht längst durch andere Projekte zwischen Tucheim und Vehlen von sich reden. Er gründete unter anderem einen Regionalchor, dessen Mitglieder sich aus allen Kirchspielen zusammensetzen. Einmal die Woche treffen sich über 30 Männer und Frauen im Wolliner Pfarrhaus zur Probe. Für überregionales Aufsehen sorgt jedes Jahr ein Projektchor mit Laien und Solisten. Am 22. Mai wird Händels „Messias“ aufgeführt.

Von Frank Bürstenbinder

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