Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel „Alte Schule“ ist stolz auf ihren Bücherschatz
Lokales Brandenburg/Havel „Alte Schule“ ist stolz auf ihren Bücherschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:55 22.09.2016
Bei Elke Buchmüller können sich die Gortzer Bücher ausleihen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Gortz

Der größte Schatz im Dorfgemeinschaftshaus lagert in zwei Räumen. Dicht an dicht stehen an die 1000 Bände in fast wandhohen Regalen. Elke Buchmüller hat die Bücher penibel nach Themen sortiert. Gleich vorn die Krimis, rechts davon lange Reihen voller Romane. Es gibt jede Menge Kinderliteratur, in der die jüngsten Gortzer nach Herzenslust stöbern können. Das hintere Zimmer ist vielen Klassikern vorbehalten: Fontane, Tolstoi, Storm, Shakespeare und auch Fallada warten dort auf Leser. Die Liste der Biografien reichen von Manfred Krug bis Bismarck.

Der Veranstaltungsraum im Dorfgemeinschaftshaus. Quelle: JACQUELINE STEINER

Elke Buchmüller vom Gortzer Förderverein ist die ehrenamtliche Bibliothekarin im Haus. Jeden 1. und 3. Mittwochnachmittag im Monat öffnet die frühere Sachbearbeiterin in der Zulagenstelle der Rentenversicherung die großzügig eingerichtete Buchausleihe. „Dass es in Gortz immer noch Menschen gibt, die mit Freude ein Buch zur Hand nehmen, ist auch den vielen Sponsoren zu verdanken, die uns immer wieder mit Literatur versorgen“, berichtet die Freizeit-Bibliothekarin.

Die „Alte Schule“ wurde vor über sechs Jahren umfangreich saniert. Quelle: JACQUELINE STEINER

Doch inzwischen ist der Platz für Buchspenden knapp geworden. Den Medicus gib es schon vier Mal. Deshalb muss ständig aussortiert werden. Genauso beliebt sind die Havelkrimis des im Nachbardorf lebenden Autors Jean Wiersch. Jede neue Geschichte des Ketzürers wird bei Elke Buchmüller lange vorbestellt. Die Ausleihe ist kostenlos. „Die Länge der Lesezeit ist bei uns nicht in Stein gemeißelt. Aber viel mehr als vier Wochen sollten es in der Regel nicht werden“, sagte die gebürtige Gortzerin der MAZ. In dem 170-Seelen-Dorf kennt die Bibliothekschefin ohnehin jeden ihrer Nutzer.

Die Büchersammlung gehörte von Anfang an zum Nutzungskonzept für die „Alte Schule“, die nach umfangreicher Sanierung seit Mai 2010 als Begegnungsstätte dient. Zuvor war in dem Gebäude über 50 Jahre die kommunale Kita untergebracht. „Inzwischen ist dieser wichtige Treffpunkt aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken“, ist Fördervereinsvorsitzende Claudia Rose überzeugt. Rechts vom Eingang, gegenüber der Bibliothek, finden im großen Mehrzweckraum regelmäßig Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Kaum eine Wochenende vergeht ohne Familienfeier. Kein Wunder, in Gortz gibt es keine anderen öffentlichen Räume oder Gaststätten mehr. Dank einer eigenen Küche können sich eingemietete Nutzer jederzeit selbst versorgen.

Zusammen mit der benachbarten Kirche bildet die „Alte Schule“ die historische Mitte von Gortz. Auch ein Spielplatz gehört inzwischen zum Areal. Idee des Fördervereins ist es, die Außenanlage noch etwas attraktiver für Besucher und durchreisende Radtouristen zu machen. Denkbar sind ein paar rustikale Tische, an denen man Rast machen oder ein gutes Buch lesen kann.

Von Frank Bürstenbinder

Brandenburg/Havel Gemeinde Beetzsee gegen Erhöhung - Steuern wie nach der Wende

Es sollte die erste Steuererhöhung seit 1991 werden. Doch die Gemeindevertreter von Beetzsee haben einen Vorschlag der Amtsverwaltung abgelehnt. Die Grund- und Gewerbesteuern bleiben unverändert. Die Ortsteile Brielow und Radewege stehen finanziell gut da. Zumindest auf dem Papier.

22.09.2016

Um Grillhähnchen geht es vor Gericht eigentlich selten. Weil aber Patrick B. (31) fünfmal kurz hintereinander in einen gleichen Grillwagen eingebrochen ist, um die Hähnchen zu verkaufen oder selbst zu verspeisen, wurde er angeklagt. Etwa 15 Straftaten wurden ihm zur Last gelegt, am Ende des Prozesses stand eine Gefängnisstrafe.

21.09.2016

Die Stadt Brandenburg ist häufig dicht vor Verkehr. Wenn neue Wohn- und Hotelprojekte hinzukommen, wird es noch schlimmer. Ein Kommunalpolitiker regt nun an, den Begriff „Wasserstraßen“ wörtlich zu nehmen und Fähren neben Bussen und Bahnen als regelmäßig verkehrende öffentliche Verkehrsmittel zu etablieren. Die Bewohner der Stadt sollen mitentscheiden.

21.09.2016
Anzeige