Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Alter Zaun in der Grabenstraße endlich saniert

Stadtentwicklung in Brandenburg Alter Zaun in der Grabenstraße endlich saniert

An einem der schönsten Orte der Stadt Brandenburg, dem Theaterpark, wird derzeit gearbeitet. Der mehr als 100 Jahre alte Schmuckzaun am Theatergraben wird saniert. „Wir hatten das schon länger geplant und dann die Umsetzung in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt in Auftrag gegeben“, erzählt Peter Reck von der Bauverwaltung.

Voriger Artikel
„Wir erleben wieder Auftragsspitzen“
Nächster Artikel
Dieser Raser überraschte selbst die Polizei

Postkartenidylle: Der Zaun im Theaterpark wird ersetzt

Quelle: Benno Rougk

Brandenburg/H. Seit einhundert Jahren hat er die Unbill seiner Umwelt ertragen: Wind und Wetter, umstürzende Bäume und Enten. Doch nun ging es nicht mehr. Der Zaun in der Grabenstraße musste weg. „Vor allem aus Sicherheitsgründen“, wie Katrin Witt vom Denkmalschutz sagt. Der Zahn der Zeit hatte schwer an dem aufwendig gebauten Zaun aus Stahl genagt. Der Rost war bis in das Fundament vorgedrungen und längst war es nur noch der Charme des Alten, der die Zaunfelder entlang des Theatergrabens zu einer Augenweide machte.

Und es war nicht der massive Schaden, den ein umstürzender Baum direkt an der Kreuzung von Graben- und Havelstraße im Vorjahr an dem Zaun anrichtete, der das Bauamt bewog, nun zu handeln und den Zaun zu ersetzen.

Wind und Wetter ertragen – seit 100 Jahren

„Wir hatten das schon länger geplant und dann die Umsetzung in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt in Auftrag gegeben“, erzählt Peter Reck von der Bauverwaltung. Beauftragt mit dem Bau des 80 Meter langen Zauns wurde die bekannte Brandenburger Metallbaufirma von Frank Gartensleben. Der hatte vor einigen Jahren bereits einige wenige Zaunfelder wieder auf Vordermann gebracht und tat dies nun erneut. Denn der neue Zaun ist gar nicht in Gänze neu.

„Wo immer es ging, haben wir die Zaunfelder gerettet und wieder aufgearbeitet“, erzählt Gino Krüger, in dessen Händen das Projekt lag. Dafür wurden die Stahlteile sandgestrahlt, kaputte Streben ersetzt, dann grundiert und mehrfach gelackt. Andere Felder wurden erneuert. Eine besondere Herausforderung waren die Schmuckrosetten, erzählt Krüger.

Metallbau Gartensleben mit der Aufgabe betraut

Während sich die Mittelrosetten noch retten ließen, waren die kleinen Außenrosetten hin. Die wurden als Form nachgebaut und dann von einer Fremdfirma abgegossen. Dieser Vorgang verzögerte sich zum Ärger der Metallbauer und der Stadt, so dass die Neuaufstellung des Zaunes nicht schon 2015 abgeschlossen wurde.

Nun, da die Tage wieder länger und wärmer werden, ging es aber schnell voran. Mit einer Bohrkrone wurden die Fundamente der Standstreben herausgebohrt, dann wurden passgenau neue Zaunpfähle in das Klinkermauerwerk gesetzt und ausgegossen. An diesen wurden dann die Zaunfelder angebracht. Gino Krüger ist sichtlich stolz auf das Werk, das Anwohner und Spaziergänger erfreut: „Das hält jetzt 40 Jahre.“ Fast 400 Stunden plus der aufwendigen Montage hat die Firma Gartensleben ins Projekt gesteckt. Etwa 50 000 Euro waren im städtischen Haushalt eingestellt.

Knapp 50.000 Euro aus dem Stadt-Haushalt

Noch immer fehlen etwa 30 Meter zwischen dem Abschluss des nun aufgearbeiteten oder erneuerten Zauns und dem Wehr des Theatergrabens, der eigentlich Pumpergraben heißt. „Wenn Geld über uns kommt, machen wird den Rest“, verspricht Peter Reck. Wann das sein wird? Schulterzucken!

Gleichwohl bleibt der Bau des Zaunes nicht die letzte Maßnahme des Bauamtes in diesem Jahr in der Grabenstraße. Noch 2016 soll mit der Planung für den ersten Abschnitt des Straßenausbaus begonnen werden. Von der Hauptstraße bis zum Wehr sollen die Fahrbahn und der Gehweg erneuert werden. Wie genau, das will die Verwaltung im Dialog mit den Bürgern ermitteln. Ähnlich soll das Verfahren dann auch für den zweiten Teil der Wollenweberstraße zwischen Gorrenberg und Hauptstraße laufen. Auf eine komplette Sanierung braucht man indes nicht zu hoffen. Für die Strecke zwischen Wehr und Havelstraße ist in den kommenden vier Jahren kein Geld eingeplant, sagt Reck. Na dafür ist da jetzt wenigstens ein schöner Zaun.

Von Benno Rougk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg