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Brandenburg/Havel Altes Rogäsener Bauernhaus hat neuen Besitzer
Lokales Brandenburg/Havel Altes Rogäsener Bauernhaus hat neuen Besitzer
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11:25 24.05.2016
Andreas Spannfellner vor seinem Haus unter der Rogäsener Friedenseiche. Quelle: Claudia Nack
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Rogäsen

Das alte Bauernhaus unweit der Rogäsener Friedenseiche hat einen neuen Besitzer. Andreas Jakob Spannfellner aus Niederbayern hat es vom Vorbesitzer gekauft. Der 29-Jährige, der dort arbeiten und wohnen will, betreibt gemeinsam mit seinem Vater einen mittelständischen Forstbetrieb. Dieser sei noch in Ergoldsbach bei Landshut gemeldet, soll ab Sommer aber komplett nach Rogäsen wechseln. Der junge Mann hofft Mitte 2017 in das noch zu sanierende Haus, das zu DDR-Zeiten die LPG-Küche beherbergte, mit seiner Lebensgefährtin einziehen zu können. Bis dahin hat er mit Hilfe von Firmen allerdings jede Menge zu tun. Im Juni soll Baubeginn sein. Die Substanz sei trotz des langen Leerstandes aber erstaunlich gut. Bisher habe er aufgeräumt und den Hof als Lager genutzt.

Wie ein Niederbayer ausgerechnet auf Rogäsen kommt? „Ich wollte einen Ortswechsel und es sollte das Land Brandenburg sein“, erzählt Andreas Spannfellner. „Wegen der Natur, der Weite, der Wälder und der Seen“, erklärt der passionierte Hobbyangler, Freitzeitjäger und Naturbursche. Außerdem gefalle ihm der Dialekt besser als anderswo, die bayerische Mundart natürlich ausgenommen. Im Internet, über Freunde und Bekannte habe er sich umgehört und verschiedene Immobilien im Landkreis Potsdam-Mittelmark angeschaut.

„Hier hat es mir am besten gefallen. Denn es ist ein schönes Fleckchen unweit des Wusterwitzer Sees und für meine Zwecke ideal.“ Der seit 1999 bestehende Familienbetrieb hat mit dem klassischen Einschlag, dem Holzhandel sowie mit der Erzeugung und dem Vertrieb von Hackschnitzel drei Standbeine. „Wir stehen Waldbesitzern aller Waldformen für die Holzernte zur Verfügung“, sagt der junge Forstwirt. Die Brennholzproduktion will er ausbauen und künftig auch Lohnschnitt anbieten.

Ortsteil von Rosenau

In dem Rosenauer Ortsteil Rogäsen leben rund 250 Einwohner. Das Dorf wurde 1323 als Rogosene erstmals urkundlich erwähnt.

Die Agrargenossenschaft „Fiener Bruch“ mit 35 Beschäftigten ist der größte Betrieb im Ort. Sie bewirtschaftet rund 2200 Hektar und hat 600 Milchkühe, 300 Mutterkühe plus Nachzucht.

Das rund 200 Quadratmeter umfassende Gebäude wird entkernt, saniert und zum Wohnhaus mit Büro umgebaut. „Der alte Garagenkomplex auf dem Hof wird abgerissen und für die Technik etwas Neues errichtet“, erklärt Spannfellner. Er schätzt die Gesamtinvestition auf rund 750 000 Euro. „Ich fühle mich im Ort wohl und wurde von den Leuten gut aufgenommen“, sagt der 29-Jährige. Das Gehöft kaufte er bereits im November vorigen Jahres von Nikolaus von Zitzewitz aus Haldensleben, der in der Gemarkung noch Land besitzt. Der Rogäsener Vize-Agarchef Mathias Busse hatte vermittelte, denn das Haus gegenüber der 145-jährigen Friedenseiche stand seit der Wende leer. Gebaut wurde es vermutlich um 1900. „Genau weiß ich es nicht, aber ich habe ein historisches Foto von 1924“, sagt Spannfellner.

Ältere Rogäsener wie der 88-jährige Karl Rieke berichten, dass das Gehöft Otto Degener gehört habe. Während der Junior mit Familie 1953 wie viele andere Bauern in den Westen ging, seien die Eltern zunächst noch da geblieben und hätten mit andern Landarbeiterfamilien im Haus gewohnt. „Bevor der alte Degener in den 60ern zum Sohn zog, hat er als Rentner in der LPG Einigkeit mitgeholfen“, erzählt Rieke, der selbst Genossenschaftschef war. Ende der 70er Jahre sei das Gebäude zur LPG-Küche umgebaut worden und bis zur Wende als Betriebsküche der LPG Pflanzenproduktion für den gesamten Einzugsbereich mit bis zu 200 Portionen täglich betrieben worden. Nach der Wende wurde das Anwesen rückübertragen.

Von Claudia Nack

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