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Altstadt bleibt vermutlich gesperrt

Buga: Verkehrsbeeinträchtigungen in Brandenburg an der Havel Altstadt bleibt vermutlich gesperrt

Aller Voraussicht nach werden sich die Brandenburger Bürger und insbesondere die Bewohner der Altstadt bis zum Ende der Bundesgartenschau im Oktober mit der Sperrung der Altstadt für den Durchgangsverkehr abfinden müssen. Das bestätigte nun die Stadtverwaltung.

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Die Plauer Straße ist während der Buga tagsüber gesperrt.

Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. „Derzeit sehen wir keinen Grund für eine Veränderung der jetzigen Regelung“, sagte der Baubeigeordnete Michael Brandt (CDU) im Gespräch mit der MAZ.

Von 9 bis 19 Uhr ist seit Buga-Beginn die Durchfahrt tagtäglich untersagt. Begründet hatte dies die Verwaltung kurz vor der Buga mit der Prognose, dass 50 Fußgänger pro Minute laut Schätzung des Buga-Zweckverbands in den Monaten der Gartenschau die Plauer Straße auf Höhe Humboldthain/Wall queren würden. Das ist mitnichten so, wie Stichproben vor Ort ergaben. Es sind viel weniger Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Straße an dieser Stelle überqueren.

„Ist gibt im Tages- und im Wochengang durchaus Zeitfenster, wo auch wir sehen, dass die Sperrung nicht nötig wäre“, sagt Brandt. Das Problem: „Diese Zeitfenster lassen sich nicht genau definieren.“ Es sei so, dass an manchen Tagen wenig vor Ort los sei. Und eine Woche später zur selben Zeit würden sich dort „zwei- oder drei Busladungen an Buga-Gästen zeitgleich begegnen.“ Es habe seitens der Verwaltung bereits die Überlegung gegeben, dass man die Sperrung der Altstadt zeitlich nach hinten verlegen könne. Doch in den Ferien- und Sommermonaten, die als besonders besucherstark gelten, würden die Busse, die häufig vor dem Oberlandesgericht parken, früher als bisher in der Stadt eintreffen.

„Von der Gefährdungsprognose her können wir gar nicht anders entscheiden“, sagt Brandt, auch „wenn man der Verwaltung unterstellt, sie ist da übervorsichtig.“ Er selbst, der in der Plauer Straße sein Büro hat, sehe, wie häufig „mobilitätseingeschränkte Personen“ langsam oder mit Rollatoren die Straße mit den Straßenbahnschienen überqueren. Noch sei dort nichts passiert. Doch wenn etwas passiere, gäbe es niemanden, der die Verantwortung übernehmen wolle. Allein die Hoffnung „das wird schon gut gehen, wird im Schadensfall als grobe Fahrlässigkeit gewertet.

Im Übrigen, so Brandt, sei es ihm nicht entgangen, dass viele Brandenburger die Sperrung ignorieren. „Doch unser Ziel haben wir in jedem Fall erreicht: Viele meiden die Durchfahrt. Selbst die, die das Durchfahrtsverbot missachten, fahren langsam und sehr vorsichtig an den Überweg. Zum einen, um ja keinen Fußgänger zu behindern und zum anderen, um zu sehen, ob da Polizei steht.“

Das Ignorieren des Verbotes sei keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Und die mögliche Ordnungsstrafe scheine mancher ganz bewusst einzupreisen.

Von Benno Rougk

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