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Amateurtheater zeigt Kriminalkomödie

Irrungen und Wirrungen auf der Studiobühne Amateurtheater zeigt Kriminalkomödie

„Der Damenclub von Marquis Crossing und sein erster Mordversuch“ heißt das aktuelle Stück des Amateurtheaters für Erwachsene am Brandenburger Theater. Ein Verwechselungsspiel, das langsam beginnt, ruhig dahin fließt und abrupt endet. MAZ-Redakteur Heiko Hesse hat sich das Stück angesehen.

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Der liegt er nun, der Übeltäter, und die anderen sind baff.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Die Politiker können aufatmen. Sie alle überleben. Der Damenclub von Marquis Crossing wollte so gern jemanden über die Klinge springen lassen, und am liebsten einen Politiker. Denn ohne Leiche ist das beste Theaterstück nichts. Und eben daran arbeiten die honorigen Ladies. Doch es sollte anders kommen, ganz anders. „Der Damenclub von Marquis Crossing und sein erster Mordversuch“ heißt das aktuelle Stück des Amateurtheaters für Erwachsene am Brandenburger Theater. Drei Aufführungen im November und Januar stehen noch auf dem Spielplan.

Die Damen planen einen Mord – einen literarischen jedenfalls

Die Damen planen einen Mord – einen literarischen jedenfalls.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Regisseurin Heike Katzwinkel hatte mit der Kriminalkomödie von Pat Cook ein Stück ausgesucht, das bei Amateur-Ensembles beliebt ist. Bei dieser Inszenierung wirkten Anne Jonas, Petra Görlich, Birgit Lubitz, Ramona Schünke, Leona Henß, Thomas Leopold, Miguel Francisco Bata und Martin Kendzia mit – zum Teil Mimen, die das erste Mal beim Amateurtheater auf der Bühne gestanden haben.

Passt doch

Passt doch: Tantchen hält dem Neffen das Kleid an.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Eigentlich hat das Thema einiges, was eine rasante Komödie braucht. Der Sergeant und die Nachbarin denken, die Damen wollen wirklich morden. Dass sie ein Stück zu schreiben versuchen, begreifen sie erst nach manchen Irrungen und Wirrungen. Reichlich Verwechselungskomik gibt es auch, weil der Neffe der Hausherrin und sein Kumpel frisch aus dem Gefängnis ausgebrochen sind und bei Tantchen nur unterkriechen wollen. Nun werden sie Teil des Spiels und der Verwechselungen. Unter den Zuschauern, insbesondere Damen saßen in den Reihen der Studiobühne, gab es manche Lacher. Sie amüsierten sich köstlich über Neckereien und kleine Gemeinheiten auf der Bühne.

Und doch hatte die Inszenierung ein seltsames Tempo. Erst lässt sie sich langsam an, zieht ruhig dahin wie die Havel, um in den letzten Minuten gleich einem Wasserfall ins Ende zu stürzen. Hier hätte es dem Stück gut getan, ein paar Szenen stärker zu betonen, um den Spannungsbogen weiter zu dehnen. Keine Stunde dauerte die Aufführung. Zeit wäre also gewesen.

Weitere Aufführungen am 15. November, 16. und 17. Januar in der Brandenburger Studiobühne.

Von Heiko Hesse

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