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Brandenburg/Havel Amtsdirektor lehnt Naturparkschilder ab
Lokales Brandenburg/Havel Amtsdirektor lehnt Naturparkschilder ab
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16:46 28.11.2016
Der Bau von neun Amphibientunneln für rund 300 000 Euro unter der B 107 bei Rottstock war das größte Projekt, das der Naturpark Hoher Fläming über seinen Naturparkverein bisher im Amt Ziesar realisiert hat. Quelle: F. Bürstenbinder
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Amt Ziesar

Über einen möglichen Austritt des Amtes Ziesar aus dem Naturpark Hoher Fläming ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Mit diesem Fazit endete die jüngste Sitzung des Kuratoriums, welches die Aufsicht über das Wohl und Wehe des 1997 ausgerufenen Großschutzgebietes wahrnimmt. „Amtsdirektor Bartels bekam die Gelegenheit seine Probleme mit dem Naturpark zu erläutern. Unsererseits gab es die Zusicherung, dass Mitarbeiter des Naturparks bei Beratungsbedarf in die politischen Gremien des Amtes und der Kommunen kommen“, berichtete Christoph Grund der MAZ auf Nachfrage. Der Bauamtsleiter in Bad Belzig leitete als stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender die Sitzung.

Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels würde seine Region am liebsten aus dem Naturpark Hoher Fläming führen. Quelle: Silvia Zimmermann

Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels hatte in den vergangenen Wochen die Zugehörigkeit großer Teile des Amtes südlich der Autobahn zum Naturpark Hoher Fläming infrage gestellt und damit für Schlagzeilen gesorgt. Zwar wollte er sich die Wege für ein Ausscheren aus dem Schutzgebiet aufzeigen lassen, doch gibt es noch keinen ultimativen Antrag. „Über solch ein Begehren könnten wir auch gar nicht entscheiden. Denn der Naturpark untersteht dem Land“, so Grund. Dass Bartels dem Naturpark seit seiner Gründung skeptisch gegenübersteht ist kein Geheimnis. Ein neues Vorhaben der Naturparkverwaltung brachte für den Steinberger das Fass zum Überlaufen.

Beliebt bei vielen Anglern: der Forellenhof in Rottstock. Auch die Teichanlage befindet sich im Naturpark – noch. Quelle: Frank Bürstenbinder

So beabsichtigt der Naturpark Hoher Fläming die Ortseingangsschilder an den Zufahrten mit braunen Willkommensschildern zu ergänzen. Ziesars Amtsdirektor sprach sich gegen diese „Verfestigung des Naturparks“ aus. In einem der MAZ vorliegenden Schreiben an den Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Verkehr der Kreisverwaltung fixierte er den Wunsch, dass die amtsangehörigen Kommunen aus den Grenzen des Naturparks entlassen werden möchten – ohne Rückendeckung aus den Gemeinden.

Im Sommer konnte Naturparkleiter Steffen Bohl (l.) ein Qualitätssiegel für das Großschutzgebiet entgegennehmen. Quelle: privat

„Ja, es war ein Alleingang. Aber ich wollte mit meiner Austrittsdebatte einen Denkanstoß auslösen“, sagte Bartels am Montag der MAZ. Erstens hält der Verwaltungschef die Grenzen des Naturparks für zu weit gefasst. Der Raum zwischen Ziesar und Görzke gehört geografisch nicht zum Hohen Fläming. Auch kann sich Bartels nicht mit den Zielen der Naturparkausrufung anfreunden. Dies sind die Erhaltung des Landschaftsbildes sowie der Tier- und Pflanzwelt. „Als einzige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit wird der Ausbau des Tourismus gesehen. Was für Raben oder Wiesenburg richtig sein mag, nimmt unserer Region die Zukunft. Der Tourismus spielt im Amt Ziesar eine untergeordnete Rolle. Dagegen sind Land- und Forstwirtschaft die bestimmenden Faktoren, mit denen unsere natürlichen Ressourcen genutzt werden“, argumentiert Bartels. Der Amtsdirektor, selbst Landwirt im Nebenerwerb, befürchtet zusätzliche Restriktionen zu den ohnehin bestehenden Auflagen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten.

Nach seinem nicht unumstrittenen Vorpreschen überlässt es Bartels nun den Kommunen einen möglichen Naturparkaustritt zu thematisieren. Ziesars Bürgermeister Dieter Sehm (SPD) hält solch eine Debatte nach den jüngsten Irritationen für wünschenswert: „Bevor über Austritt geredet wird, sollte man Vor- und Nachteile abwägen.“

Von Frank Bürstenbinder

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