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Andreas Kuhnert (SPD) ist gegen Syrien-Einsatz

Ex-Landtagsabgeordneter positioniert sich Andreas Kuhnert (SPD) ist gegen Syrien-Einsatz

Der frühere Brandenburger Landtagsabgeordnete Andreas Kuhnert (SPD) hält nichts von einem Kriegseinsatz der Bundeswehr in Syrien. „Das wird scheitern wie in Afghanistan. Wir müssen uns etwas anderes einfallen lassen als Bomben“, mahnte Kuhnert auf einer Gemeindevertretersitzung in Kloster Lehnin. Kuhnert befürchtet noch mehr Flüchtlinge.

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Andreas Kuhnert ist gegen den Kriegseinsatz in Syrien.

Quelle: Stähle

Lehnin. „Ich kann von einem deutschen Engagement in Syrien nur abraten. Das wird scheitern wie in Afghanistan. Wir müssen uns etwas anderes einfallen lassen.“ Mit einem ungewohnt persönlichen Statement hat sich der ehemalige Brandenburger Landtagsabgeordnete Andreas Kuhnert (SPD) zu Wort gemeldet. Als Vorsitzender der Kloster Lehniner Gemeindevertretersitzung ergriff er auf der jüngsten Ratssitzung in einer Debatte über die aktuelle Flüchtlingsproblematik das Wort.

Kuhnert machte keinen Hehl aus seiner Überzeugung, dass Bomben auf die Kämpfer des sogenannten islamischen Staates (IS) die Gefahr terroristischer Anschläge nicht verringern dürften. Die jetzt angelaufene deutsche Unterstützung der Luftschläge trage er nicht mit. Da sei er einer Meinung mit dem Christdemokraten Hans-Georg von der Marwitz, so Kuhnert. Der Lehniner hat den Brandenburger Bundestagsabgeordneten aus Märkisch-Oderland zu seinem Nein bei der Abstimmung über ein Bundeswehr-Mandat in Syrien beglückwünscht. Auch von der Marwitz befürchtet, dass die Bombardierungen zu weiteren zivilen Opfern führen werden, was die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien nur weiter ansteigen lassen wird.

Erlebnis im Krankenhaus

Kuhnert hatte kürzlich sein langjähriges Mandat als Landtagsabgeordneter aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Vor dem Hintergrund seiner Erkrankung sei ein persönliches Erlebnis in einem Potsdamer Krankenhaus zu sehen, berichtet der Lehniner Gemeindevertreter. Ihm war von einer aus dem Irak stammenden kurdischen Krankenschwester Blut abgenommen worden. Diese stammt aus der Millionenstadt Mossul. Dort halten sich seit dem Einmarsch der IS-Milizen Zehntausende Mitglieder und Sympathisanten der militanten Islamisten auf, wie die Krankenschwester berichtete. „Wenn auch dort Bomben fallen, kann das nur schief gehen“, warnte Kuhnert.

Flüchtlinge in Kloster Lehnin

Das Thema Flüchtlinge ist in Kloster Lehnin hochaktuell. Im einstigen Jugendheim sind die ersten unbegleiteten jungen Leute aus mehreren Ländern angekommen. Im Spargelhof in der Waldsiedlung werden die ersten von etwa 100 Flüchtlinge erwartet. Weitere Objekte für die Unterbringung in Kloster Lehnin sind in Vorbereitung. Ein Helferkreis „Flüchtlinge Willkommen“ hat sich gegründet.

Kuhnert wünschte auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung allen Mitgliedern der Freiwilligeninitiative einen „langen Atem“. Er geht davon aus, dass die Flüchtlinge Begleitung für die nächsten Jahre brauchen werden. Sobald es seine Gesundheit wieder zulässt, will sich auch Kuhnert dem Helferkreis anschließen. Rund 60 Frauen und Männer sind schon dabei.

Von Frank Bürstenbinder

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