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Brandenburg/Havel Andreas Wilms wird Präsident der TH Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Andreas Wilms wird Präsident der TH Brandenburg
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17:57 07.11.2018
Andreas Wilms (links) kann anstoßen. Die TH Brandenburg/Havel hat ihn zum Präsidenten gewählt. Im April tritt er sein Amt an. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Generationswechsel an der Spitze der Technischen Hochschule Brandenburg (THB). Andreas Wilms (40) wird von April an als Präsident die Geschicke der Brandenburger Hochschule bestimmen.

An diesem Mittwochnachmittag hat das Wahlgremium mehrheitlich für den bisherigen Vizepräsidenten gestimmt. Wilms setzte sich im ersten Wahlgang mit 13:8 Stimmen gegen Amtsinhaberin Burghilde Wieneke-Toutaoui (59) durch.

Die Technische Hochschule Brandenburg (THB) bekommt im April einen neuen Präsidenten. Das Wahlgremium der Hochschule entschied sich am Mittwoch für Andreas Wilms, der bisher Vizepräsident für Lehre und Internationales ist. Seine Mehrheit vor Amtsinhaberin Burghilde Wieneke-Toutaoui ist deutlich.

Gewählt hat nicht die gesamte Hochschule, sondern das sogenannte Konzil, das aus den elf aktuellen Senatoren und ihren elf Vorgängern in den vergangenen zwei Jahren bestand. Ein Student nahm nicht an der Wahl teil, sodass 21 Stimmen in geheimer Wahl abgegeben wurden.

Der Ausgang der Wahl galt in der Hochschule als relativ offen, auch für den erfolgreichen Bewerber. „Ich war bis zur letzten Sekunde angespannt und dann habe ich mich gefreut“, schildert Wilms die Momente, ehe der Senatsvorsitzende Wolf-Christian Hildebrand das Ergebnis verkündete.

Was den Ausschlag gegeben hat und wer von den Senatsmitgliedern ihn mit seiner Stimme unterstützt hat, kann Andreas Wilms schwer einschätzen. Einen ausgesprochen Wahlkampf habe er nicht geführt. In seiner Bewerbungsrede am Vormittag habe er mehrere Themen präsentiert. „Offenbar sind meine Ideen gut angekommen“, vermutet der künftige THB-Präsident, der in Brandenburg/Havel wohnt.

Wilms schafft Premiere

Ihm ist gelungen, was in der gut 25-jährigen Geschichte der Hochschule noch nicht vorgekommen ist. Aus der Position des Vizepräsidenten hat Wilms den Sprung an die Spitze der THB geschafft.

Somit bleibt es bis auf Weiteres dabei: Erneut wurde die Amtsinhaberin nicht wiedergewählt. Woran es mit gelegen haben könnte, deutete die noch amtierende Präsidentin am Vormittag in ihrer Bewerbungsrede an. In persönlichen Worten dankte sie den Hochschulangehörigen für die gute Zusammenarbeit, entschuldigte sich aber auch „für meinen von einigen als rau eingeschätzten Umgangston“.

Die Wahl des 40-jährigen Andreas Wilms stellt auch einen Generationswechsel an der Spitze der Hochschule dar. Wilms ist seit 2012 Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der THB und spezialisiert auf Finanzmanagement. Relativ bald nach Wieneke-Toutaouis Amtsantritt war er noch im Jahr 2013 Vizepräsident für Lehre und Internationales geworden.

Die beruflichen Stationen

Andreas Wilms wurde im Juli 1978 geboren und lebt in Brandenburg/Havel.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmannbis hat er 2004 Betriebswirtschaftslehre in Hagen, Leipzig, Barcelona und Bangalore/Indien studiert.

Vor seinem Wechsel an die Brandenburger Hochschule war Wilms drei Jahre lang in der freien Wirtschaft tätig als Consultant bei der Boston Consulting Group.

Dort arbeitete er vor allem für Kunden in der Konsumgüter- und Energiebranche in Strategie-, Organisations- und Finanzprojekten.

Sein besonderes Interesse gilt dem Bereich soziale Verantwortung von Unternehmen und der Gestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen.

In der Stunde seines Wahlsieges dankte Andreas Wilms der Präsidentin Wieneke-Toutaoui „für den fairen Umgang in dem Bewerbungsverfahren, das wir als Wettbewerb der Ideen gesehen haben“. Wie er den Abend verbringen will, weiß er noch nicht. „Ich lasse den Abend auf mich zukommen“, sagt der Professor.

Am 31. März 2019 endet nach sechs Jahren die Amtszeit der aktuellen Präsidentin, die im April 2013 ihre Professur an der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin gegen den Chefsessel an der Fachhochschule eingetauscht hatte.

Die in der Wahl unterlegene Amtsinhaberin, in deren Zeit die Umbenennung von Fachhochschule in Technische Hochschule fällt, kann nicht als Professorin an ihre einstige Hochschule in Berlin zurückkehren. Denn dort wurde sie nach ihrer Wahl in Brandenburg/Havel nicht beurlaubt. Da sie aber 40 Dienstjahre als Beamtin vorzuweisen hat, könnte sie im Frühjahr 2019 in Pension gehen.

Von Jürgen Lauterbach

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