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Brandenburg/Havel Angefackelt: Vier Ortsteile am Netz
Lokales Brandenburg/Havel Angefackelt: Vier Ortsteile am Netz
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02:15 30.08.2015
Bürgermeister Bernd Kreykenbohm (l.) und EMB-Chef Jens Horn entzünden in Grebs die Erdgasfackel. Quelle: Foto: Piotr Varanko
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Grebs

Wo früher vier Tanks mit Flüssiggas in der Erde vergraben waren, wächst schon wieder Rasen. In Grebs ist es nach 18 Jahren mit der dezentralen Versorgung vorbei. Das neue Heizmedium für den Kloster Lehniner Ortsteil ist Erdgas. „Wir haben mit dem Anschluss an unser zentrales Netz ein altes Versprechen eingelöst“, sagte Jens Horn am Donnerstag auf dem Gelände des Grebser Sport- und Gemeindezentrums. Der Geschäftsführer der EMB Energie Mark Brandenburg griff gemeinsam mit Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm zum offenen Feuer um die symbolische Erdgasflamme zu entzünden.

Gemeinsam mit Grebs wurden in den letzten 15 Monaten auch die Nachbardörfer Nahmitz, Netzen und Prützke auf Erdgas umgestellt. Der Energieversorger konnte dabei auf die 1996/97 jeweils separat verlegten Ortsnetze zurückgreifen. Damals waren es die Havelländischen Stadtwerke Werder (HSW), die in den noch eigenständigen Kommunen ihre Flüssiggasnetze samt Tankanlagen installierten. „Bereits in den damaligen Konzessionsverträgen war eine baldige Umstellung auf Erdgas verankert. Doch erst mit der EMB als neuer Besitzer der Leitungen wurde diese Festlegung Realität“, erinnerte Bürgermeister Bernd Kreykenbohm bei dem vom Grebser Turn- und Sportverein ausgeschmückten Festakt.

Für die Einbindung in das EMB-Erdgasnetz wurde zunächst eine Hochdruckleitung von Damsdorf nach Nahmitz verlegt. Dazu unterquerten die Bauleute der Firma Bohlen & Doyen die Autobahn. Zwischen den Ortsnetzen von Nahmitz und Netzen sowie von Grebs und Prützke wurden Mitteldruckleitungen verlegt. Insgesamt handelt es sich um 8,5 Kilometer. In allen Ortsteilen wurden die unterirdischen Tankanlagen zurückgebaut. 300 frühere Flüssiggaskunden beziehen jetzt Erdgas. „Mit dem zentralen Netz kamen 70 neue Hausanschlüsse hinzu“, freut sich EMB-Chef Horn. Mit dem Flüssiggasnetz wäre eine Expansion nicht möglich gewesen. Es hatte seine Kapazitätsgrenze erreicht. Zuständig für den jetzigen Netzbetrieb ist die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg.

Von Frank Bürstenbinder

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