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Brandenburg/Havel Angler brauchen keine Kreisgrenze
Lokales Brandenburg/Havel Angler brauchen keine Kreisgrenze
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18:24 22.11.2016
Für Brandenburgs Angler, wie hier in Kirchmöser, spielen Kreisgrenzen keine Rolle. Nach der Fusion mit Potsdam folgt der Zusammenschluss mit den Petrijüngern aus dem Umland. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Mittelmark

Die organisierten Angler in Brandenburg sind ihrer Oberbürgermeisterin eine Hechtlänge voraus. Im März 2017 werden sich die Petrijünger der kreisfreien Stadt mit den Anglern aus dem Umland im Götzer Handwerkerzentrum zu einem neuen Verband zusammenschließen. Mit etwa 4000 Mitgliedern entsteht dann eine der schlagkräftigsten Interessengemeinschaften für Angler im Land Brandenburg. Der gemeinsame Name könnte „Mittlere Havel“ lauten. So jedenfalls die ersten Vorstellungen. Der Fluss verbindet die Heimat der Mitglieder und ist ihr wichtigstes Angelrevier. Im Zuge der Fusionsvorbereitungen können aber noch Ideen eingebracht werden.

Die Havel und ihre Seen prägen das Revier

Der Kreisanglerverband Brandenburg/Land (KAV) vereint unter seinem Dach 33 Angelvereine aus dem ehemaligen Landkreis Brandenburg. Das Verbandsgebiet wird durch die Havel, ihre Seen und viele Erdelöcher geprägt.

Der Städteanglerverband Brandenburg/Potsdam entstand 2004 durch die Verschmelzung des Kreisanglerverbandes Brandenburg-Stadt und des Kreisverbandes Potsdam-Stadt. Ihm gehören 39 Vereine an.

„Fisch des Jahres 2016“ ist eine Aktion der MAZ, des Landesanglerverbandes und des Fachgeschäftes Angeljoe. Gewertet werden die längsten Fänge Brandenburger Angler. Fotos an fischdesjahres@MAZ-online.de

Eigentlich sollte der Zusammenschluss zwischen dem Städteanglerverband Brandenburg/Potsdam und dem Kreisanglerverband Brandenburg/Land noch im alten Jahr im Kescher sein, doch aus formaljuristischen Gründen muss noch etwas Wasser die Havel hinunter laufen. Zumindest für die Führungsspitzen fällt die Winterpause aus. „Es sind noch einige Hausaufgaben zu machen, um steuer- und satzungsrechtliche Formalitäten umzusetzen“, sagte Frank Sperlich, Vorsitzender des Kreisanglerverbandes, der MAZ.

Angler auf der Havel bei Pritzerbe. Quelle: Frank Bürstenbinder

Auf einer Mitgliederversammlung vergangene Woche in Jeserig wurde der Fahrplan bis März 2017 abgesteckt. Um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich halten wird der Kreisanglerverband einen Auflösungsbeschluss fassen und dem Städteanglerverband beitreten. Dieser wird sich zuvor einen neuen Namen geben. Die Neuwahl eines Vorstandes ist fällig. „Eine vollständige Neugründung wäre wesentlich komplizierter“, so Sperlich. Die Verschmelzung soll rückwirkend zum 1. Januar 2017 gültig sein. Genau nach diesem Vorbild war im März 2004 auf der Grundlage eines Verschmelzungsvertrages der einstige Kreisverband Potsdam-Stadt in den damaligen Kreisverband Brandenburg-Stadt aufgegangen.

Die Anglervereine an der Basis, wie hier in Radewege, bleiben bei einer Fusion der Dachorganisationen in ihrer Selbstständigkeit unberührt. Quelle: JACQUELINE STEINER

Die mehrheitliche Zustimmung an der Basis für die nun geplante Fusion gilt als sicher. „Es gab auf unserer Jahresversammlung noch ein paar kritische Fragen. Am Ziel eines Zusammenschlusses ändert sich jedoch nichts“, sagte Kreisangler-Chef Sperlich der MAZ. Ohnehin bleiben seine 33 Mitgliedsvereine zwischen Wusterwitz und Deetz in ihrer Selbstständigkeit unberührt. Das trifft auch auf die fast 40 Vereine in Brandenburg und Potsdam zu. Der neue Großverein wird unverändert dem Landesanglerverband (LAVB) und damit dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV) angehören.

Für den Städteanglervorsitzenden Daniel Müller ist das Zusammengehen mit den Anglern aus dem Umland nur folgerichtig: „Wir kennen uns, wir angeln zusammen, unsere Heimat sind die Havelgewässer.“ Doppelstrukturen ließen sich einsparen. Für sportliche Höhepunkte wie dem Kreishegefischen könnten sich die Kräfte bündeln lassen, so Müller. Auch der fachliche Austausch werde immer wichtiger. Mit zunehmenden Wetterextremen gebe es neue Herausforderungen an den Gewässern für die Sportangler. Müller geht fest davon aus, dass bis März 2017 alle geforderten Formalitäten für eine Verschmelzung beider Anglervereine erfüllt sein werden.

Von Frank Bürstenbinder

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