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Brandenburg/Havel Angler haben gleich zwei Reviere vor der Tür
Lokales Brandenburg/Havel Angler haben gleich zwei Reviere vor der Tür
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11:25 20.07.2016
Dirk Reinke, Lutz Puhlmann und Hartmut Kabelitz (v.l.) an der Briester Flugplatzkute. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Briest

An der Havel wachsen die Kinder mit der Angel auf. So war es jedenfalls früher einmal. „Jeder von uns besaß eine Bambusrute. Die Tricks haben wir uns bei unseren Vätern abgeschaut“, erinnert sich Dirk Reinke. Auch der Vorsitzende des Briester Anglervereins ist mit seinem Hobby groß geworden. Die Jungen von einst sind heute reife Männer. Geangelt wird immer noch. Und zwar seit 1974 im Verein. An die 30 organisierte Mitglieder gibt es in Briest. Leider fehlt der Nachwuchs. „Wir würden gern eine Jugendgruppe betreuen. Doch das Interesse am Angelsport hat deutlich nachgelassen“, bedauert Vereinschef Reinke.

Dabei können die Briester auf ein geradezu paradiesisches Angelrevier verweisen. Vor der Haustür die Havel und im nahen Hinterland eine ehemalige Tongrube mit rund fünf Hektar Wasserfläche – die sogenannte Flugplatzkute (P02-133). Das Gewässer hat der Landesanglerverband gepachtet und den Briester Petrijüngern zu Nutzung übergeben. Die bis zu neun Meter tiefe Kute verfügt über einen sehr guten Fischbestand von Aal bis Zander. Mit regelmäßigen Besatzmaßnahmen wird über den Kreisanglerverband dafür gesorgt, dass es dabei bleibt.

Angeln kann in der Flugplatzkute jeder, der Mitglied im Deutschen Angelfischerverband (DAFV) ist. Der Ansitz ist sowohl vom Ufer als auch vom Boot aus möglich, wobei die Landzugänge wegen der Eigentumsverhältnisse beschränkt sind. „Jedes Jahr beim zentralen Hegetag wird das Revier von unseren Mitgliedern gepflegt und gesäubert“, berichtet Kassenwart Hartmut Kabelitz. Die Kute ist auch Treffpunkt für die Eisangler, sollte der Winter eine Begehung zulassen. „In den letzten drei Jahren war daran allerdings nicht zu denken“, so Kabelitz.

Wenn der Verein alle Mitglieder zum Hegefischen einlädt, geht es auf die Havel. Wie zum Beispiel beim Paarangeln vor einigen Tagen, als 15 Bootsbesatzungen auf dem Wasser unterwegs waren. „Wir beziehen die Ehefrauen in unser Hobby ein“, berichtet Ortsvorsteher und Schriftführer Lutz Puhlmann. Die Geselligkeit im Verein kommt ohnehin nicht zu kurz. Zum Skat wird ebenso eingeladen wie zur Weihnachtsfeier.

Selbstverständlich für die organisierten Angler ist die Teilnahme am traditionellen Briester Sommerfest, das wieder am 6. August stattfindet. Die Sportfischer kümmern sich um die Tombola, betreuen das Torwandschießen und lösen sich mit den Feuerwehrleuten an der Kegelbahn ab. Natürlich wird beim Sommerfest auch geangelt. Von 7 bis 10 Uhr gibt es ein offenes Hegefischen, an dem Gäste teilnehmen dürfen. Auf der Havel wird vom verankerten Boot aus den Friedfischen nachgestellt.

Was die Berufsfischer berichten, können die Briester Hobbyangler nur bestätigen: In der Havel ist genug Fisch, aber die Einstände haben sich geändert. Kapriolen des Wettters und der Wasserstände, die besser werdende Wasserqualität und der zunehmende Krautbewuchs bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Welt der heimischen Fische. Vereinsvorsitzender Reinke sagt: „Aal und Zander sind spürbar rückläufig. Dafür ist der Wels da. Wer den Fisch seines Lebens fangen will, steht vor großen Herausforderungen.“

Von Frank Bürstenbinder

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