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Angriff auf Ex-Partnerin per SMS angekündigt

Staatsanwalt fordert vier Jahre Haft für Messer-Attacke Angriff auf Ex-Partnerin per SMS angekündigt

Im Prozess gegen den Brandenburger Fred B. (55), der mit zwei Messern auf seine Ex-Partnerin losgegangen war, geht es um die Frage: Versuchter Totschlag oder gefährliche Körperverletzung? Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung ihre Plädoyers gehalten. Die beantragten Haftstrafen liegen zwischen drei und vier Jahren.

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Mit Messern ging Fred B. auf seine Ex-Partnerin los.

Quelle: J. Lauterbach

Brandenburg an der Havel. Im Gerichtsprozess gegen den Brandenburger Fred B. (55) haben Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung ihre Plädoyers gehalten. Die beantragten Haftstrafen liegen zwischen drei und vier Jahren.

Der Vorsitzende der Schwurgerichtskammer, Frank Tiemann, ließ im Prozess mehrfach erkennen, dass die Kammer bei dem Messerangriff von Fred B. auf seine frühere Lebensgefährtin Doreen G. keinen Angriff auf ihr Leben erkennt. Gleichwohl beantragte der Staatsanwalt eine Verurteilung wegen versuchten Totschlages und forderte dafür eine Haftstrafe von vier Jahren. Staatsanwalt und Nebenklageanwalt Fred Kreitlow argumentierten, dass nur die heftige Gegenwehr der Frau verhindert habe, dass er sie tötet.

Tat mehrmals angedroht

Die frühere Lebensgefährtin von Fred B., die beide ein gemeinsames Kind haben, hatte ihm während des Kampfes an ihrem Arbeitsplatz in der Carl-Reichstein-Straße eines der beiden Messer abgenommen, mit denen er auf sie losgegangen war. Das andere hatte sie so verbogen, dass sie sich dabei Schnittwunden an der Hand zuzog. Der Staatsanwalt legte dem Angeklagten zudem zur Last, dass er seiner Ex-Frau vor der Messerattacke in SMS-Nachrichten mehrmals gedroht hatte, sie umzubringen.

Dagegen kann Verteidiger Thomas Arndt keine Tötungsabsicht erkennen. Denn hätte er sie wirklich töten wollen, hätte er das wegen seiner massiven körperlichen Überlegenheit gegenüber der eher zart gebauten Frau auch geschafft. Arndt erkennt in dem Angriff lediglich einen Fall von gefährlicher Körperverletzung und beantragte dafür eine Haftstrafe von drei Jahren. Er machte geltend, dass selbst in dem angenommenen Fall, dass er sie zunächst töten wollte, er im Laufe des Kampfes diese Absicht aufgegeben habe, also von dieser Tat zurückgetreten sei. Deshalb könne der Angeklagte dafür nicht bestraft werden.

Sowohl Staatsanwalt als auch Verteidiger beantragten, Fred B. im Falle seiner Verurteilung als Patient im Maßregelvollzug unterzubringen. Denn der Mann hat ein schweres Alkoholproblem. Die Schwurgerichtskammer will das Urteil im Fall Fred B. am 28. Juli sprechen.

Von Jürgen Lauterbach

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