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Annegret Kofke erhält den Frauenpreis

Auszeichnung der Stadt Brandenburg Annegret Kofke erhält den Frauenpreis

Es ist eine hochpolitische Entscheidung und eine für Menschlichkeit, die Vergabe des diesjährigen Frauenpreises der Stadt Brandenburg an der Havel an Annegret Kofke. Die Leiterin der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft BBAG erhielt am Mittwoch im Altstädtischen Rathaus die Auszeichnung aus den Händen von Margrit Spielmann.

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Annegret Kofke, die langjährige Leiterin der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft, am Mittwochnachmittag im Rolandsaal nach ihrer Ehrung mit dem Frauenpreis der Stadt Brandenburg.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Bei der Auftaktveranstaltung der 26. Brandenburgischen Frauenwoche im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses hat am Mittwochnachmittag Annegret Kofke den diesjährigen Frauenpreis der Stadt Brandenburg erhalten. Damit ist der Preis zugleich eine Auszeichnung für eine hoch engagierte Frau, aber auch hochaktuell vergeben als Auszeichnung für die gerade in diesen Monaten geforderte Integrationsarbeit in der Stadt.

Die langjährige Leiterin der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) in der Havelstadt bekam den Preis von der früheren Bundestagsabgeordneten und Stifterin Margrit Spielmann (SPD). Diese sprach von „großem Respekt und großer Hochachtung für die Arbeit“, die Annegret Kofke mit ihrem Team in der BBAG leiste. Annegret Kofke sei ein wichtiger „Multiplikator und Netzwerkpartner in der Integrationsarbeit in der Stadt“, sagte Spielmann. Das von der BBAG betriebene Interkulturelle Zentrum „Gertrud von Saldern“ am Gotthardtkirchplatz sei schon lange ein Treffpunkt zwischen Migranten und Brandenburgern. Spielmann lobte insbesondere auch das Regenbogenfest der gemeinnützigen Bildungseinrichtung.

„Respekt und Hochachtung für Ihre Arbeit“

Eröffnet hat die Festveranstaltung die städtische Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Köppe. „Annegret Kofke hat den Preis schon seit langem verdient“, sagte Köppe im Vorfeld der Auszeichnung.

Die 1991 gegründete und damit seit 25 Jahren bestehende BBAG ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für Migranten und Asylbewerber in Brandenburg an der Havel. Sie vermittelt und organisiert für Zugewanderte unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Deutsch- und Integrationskurse, soziale Betreuung und berufliche Qualifizierungen. In der Flüchtlingskrise ist die Bildungseinrichtung ein gefragter Ansprechpartner, bietet sogar seit Januar Arabischkurse an. Annegret Kofke ist stets wichtigster und leidenschaftlicher Motor und Mentor für diese Entwicklung.

Die Brandenburger Frauenwoche bietet noch bis zum 19. März, also zweieinhalb Wochen lang, dutzende Veranstaltungen. Eine davon ist am 17. März die Eröffnung des Zentrums für Unternehmerinnen im Technologie- und Gründerzentrum. Im vorigen Jahr erhielt deren Vorsitzende Monika Kretschmer den 25. Frauenpreis der Stadt Brandenburg. Margrit Spielmann würdigte denn auch die in die Zukunft ausstrahlende Wirkung des Frauenpreises. Das Motto der diesjährigen Frauenwoche lautet „Frauengenerationen im Wechselspiel“.

Frauenwoche bietet dutzende Veranstaltungen

Monika von der Lippe, die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, erinnerte in ihrer Festansprache an das Leitbild für Geschlechtergerechtigkeit, das das Land Brandenburg derzeit als erstes Bundesland ausarbeite. Ein Drittel der nach Brandenburg gekommenen Flüchtlinge seien Mädchen und Frauen. Sie müssten für den Generationendialog bei der Integration gewonnen werden.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) verwies auf die Arbeitslosenquote von 11,9 Prozent, die niedrigste seit der Wende. Das zeige, dass auch immer mehr Frauen im Arbeitsleben stünden. Von der Lippe erinnerte aber auch an die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen und daran, dass viele weibliche Arbeitnehmer unfreiwillig in Teilzeitbeschäftigungen steckten.

Von Marion von Imhoff

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