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Annik Rauh startet Aktion Lebensmittelrettung

Brandenburg an der Havel Annik Rauh startet Aktion Lebensmittelrettung

Die Brandenburger Gastronomin Annik Rauh hasst es, Lebensmittel in den Müll zu geben. Sie schließt sich daher der Aktion „Too Good to go“ (übersetzt: Zu gut zum Wegschmeißen) an. Mit dieser App geben Restaurants, Bäckereien, Cafés, Hotels und Supermärkte überschüssiges Essen zum vergünstigten Preis an Selbstabholer.

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Jeden Tag kommt etwas anderes in die Too-Good-To-Go-Box. Hier hat Annik Rauh Hähnchen mit Kartoffelsalat, Tomaten und Krautsalat eingefüllt.

Quelle: Jürgen Lauterbach

Brandenburg/H. Die Brandenburger Gastronomin Annik Rauh hasst es, Lebensmittel in den Müll zu geben. Sie schließt sich daher der Aktion „Too Good to go“ an – übersetzt: Zu gut zum Wegschmeißen. Mit dieser App geben Restaurants, Bäckereien, Cafés, Hotels und Supermärkte ihr überschüssiges Essen zum vergünstigten Preis an Selbstabholer.

„Viele Nahrungsmittel sind noch einwandfrei, trotzdem muss ich sie am zweiten oder manchmal dritten Tag wegwerfen, wenn sie nicht verkauft sind“, sagt die Gastwirtin vom Marienbad. Sie hofft mit dem neu eingeführten System der Verwertung die Müllmenge zu verringern, trotzdem noch Geld zu verdienen und vor allem Nachahmer in der Stadt zu finden.

Das öko-soziale Startup-Unternehmen „Too Good to Go“ tritt an mit dem Slogan: „Essen retten, Geld sparen und die Welt verbessern“. Die Gründer, denen sich Annik Rauh als erste Gastronomin in der Stadt anschließt, unterschlägt dabei etwas, dass sie auch mitverdienen, wenn die Idee gut ankommt.

Für jedes Essen, das mit Hilfe der App am Abend doch noch über den Tresen geht, erhalten die App-Betreiber einen Euro. Dafür vernetzen sie Anbieter und Kunden und wickeln die finanzielle Seite des Geschäfts ab.

Das läuft so, dass die Kunden über die App bestellen und bezahlen, anschließend brauchen sie ihre Portion im vereinbarten Zeitfenster nur im Lokal abholen. Eintopf, Fleisch, Gemüse, Salat, Nudeln, Kartoffeln, Brot – aas von den überproduzierten Lebensmitteln eines Lokals oder Ladens in der Öko-Verpackung zum Mitnehmen landet, darüber verständigen sich Gastwirtin und Kunde. Der Preis ist insofern festgelegt, dass mindestens die Hälfte des Originalpreises verlangt wird, höchstens aber 3,90 Euro.

„Von dem was noch da ist können sich die Leute ruhig etwas aussuchen“, versichert Annik Rauh. Sie betont, dass es sich bei dieser Aktion nicht um ein Sonderangebot handelt, sondern um einen Weg, vernünftig mit Lebensmitteln und der Umwelt umzugehen. Deshalb hofft sie, dass andere Geschäftsleute sich anschließen.

Von Jürgen Lauterbach

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