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Appartements für Senioren

Pflegehaus mit elf Wohnungen für Wusterwitz geplant Appartements für Senioren

Die 3.200 Einwohner zählende Gemeinde Wusterwitz will im Rahmen der kommunalen Daseinsfürsorge "eine zukunftsorientierte und innovative Betreuungs- und Versorgungsform" für pflegebedürftige Bürger schaffen. Für rund 1,6 Millionen Euro soll ein Appartementhaus mit elf Wohnungen für Hilfebedürftige entstehen. Platz finden dort 14 Mieter.

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Der Wusterwitzer Horst Zibbat (l.) und Bürgermeister Roland Melchert lassen sich von Norbert Fröhndrich (M.) alles genau erklären.

Quelle: Claudia Nack

Wusterwitz. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse haben die Volksvertreter am Mittwochabend gefasst, damit die Kommune als Bauherr aus verschiedenen Töpfen Fördermittel beantragen kann. Das brandenburgische Sozialministerium begrüße dieses Konzept, sagte Amtschefin Gudrun Liebener. Es ist unter Federführung der Senioren- und Pflegezentrum Brandenburg GmbH entstanden, die als künftiger Betreiber fungieren wird. Geschäftsführer Norbert Fröhndrich stellte es jetzt im Gemeinderat vor.

An der Wusterwitzer Ernst-Thälmann-Straße soll auf dem gemeindeeigenen Grundstück zwischen Schule und Jugendklub für rund 1,6 Millionen Euro ein Appartementhaus mit elf Wohnungen für Hilfebedürftige entstehen. Insgesamt können 14 Mieter einziehen. "Wir wollen niemanden aufgrund seiner Pflegebedürftigkeit ausschließen", sagte Fröhndrich. Geplant sind vier je 25 Quadratmeter große Einzelappartements mit Bad und Flur für Menschen mit Demenz. Vier weitere sind mit knapp 30 Quadratmetern konzipiert und verfügen zusätzlich über eine eigene Küche.

Außerdem soll es drei etwa 45 Quadratmeter große Zwei-Raum-Wohnungen für Ehepaare oder Partner geben, die zusammenziehen wollen. Für Gemeinschaftsaktivitäten sind eine geräumige Wohnküche, ein Gemeinschaftszimmer und eine große Terrasse vorgesehen. Ins Gebäude integriert werden eine ambulante Hauskrankenpflege und hauswirtschaftliche Beratung. Die 24-Stunden-Begleitung soll von Alltagsbetreuern und Pflegekräften der Sozialstation "Clara" der gemeinnützigen Gesellschaft wahrgenommen werden, welche in der Stadt Brandenburg auch die Seniorenzentren "Clara Zetkin" und "Martha Piter" betreibt.

"Bei dem Projekt in Wusterwitz sollen Leben in Privatheit, Gemeinschaft und in der Öffentlichkeit unter einem Dach vereint werden", so Fröhndrich. Wenn Pflege und Betreuung nicht mehr in der eigenen Häuslichkeit gewährleistet werden können, will die Gemeinde Wusterwitz eine Wohnform als Zwischenstufe zum Heim anbieten, damit ältere Leute im Ort oder Amtsbereich bleiben können und ihre Sozialkontakte nicht verlieren. "Wir brauchen aber noch etwas Zeit, um die Finanzierung auf den Weg zu bringen", erklärte Liebener. Sie und Fröhndrich rechnen ab 2015 mit der Realisierung des Vorhabens. Seit Jahren hatte sich die Gemeinde um ein ähnliches Projekt bemüht.

Neben dem Grundsatzbeschluss für Bau und Betreibung dieses Appartementhauses Pflegewohnen, hat der Gemeinderat bei einer Gegenstimme das Rheinsberger Architektur- und Ingenieurbüro aus Neuruppin mit der Genehmigungsplanung beauftragt.

Von Claudia Nack

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