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Arbeiter haben Archäologen im Nacken

Straßenbau in Steinberg Arbeiter haben Archäologen im Nacken

Die Ortsdurchfahrt in Steinberg soll bis Jahresende fertig sein. Ein ambitioniertes Ziel des Unternehmens Matthäi, das mehrere Wochen Verzug aufholen muss, die wegen archäologischer Funde aufgetreten waren. Entdeckt wurden Scherben von Urnen und Krügen, Abfallgruben und Pfostenstandspuren. Vor neuen Überraschungen ist niemand sicher.

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Kein Durchkommen in Steinberg: Die Ortsdurchfahrt wird erneuert.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Steinberg. „Die Baufirma setzt alles daran, um die Straße bis zum Jahresende fertigzustellen“, gibt sich Jörg Schadow vom Kreisstraßenbetrieb Potsdam-Mittelmark optimistisch. Anwohner haben so ihre Zweifel. Immerhin muss das Unternehmen Matthäi mehrere Wochen Verzug aufholen, die wegen archäologischer Funde unter der Steinberger Ortsdurchfahrt aufgetreten waren. Entdeckt wurden Scherben von Urnen und Krügen, Abfallgruben und Pfostenstandspuren.

Archäologische Funde verzögern die Arbeiten

Ein Ende der Überraschungen ist nicht in Sicht. Den unteren Teil der durch das Dorf verlaufenden Kreisstraße 6945 haben die Bauarbeiter noch gar nicht angefasst. Gut möglich, dass auch in Richtung Autobahnbrücke Archäologen um Thomas Langer aus Bad Belzig frühzeitliche Siedlungsreste oder Gräberfelder ans Tageslicht holen.Wie es übrigens schon beim Bau der nahen Reichsautobahn Mitte der 1930er-Jahre passierte.

Erst wenn der untere Teil der Ortsdurchfahrt aufgebrochen, abgeräumt und untersucht ist, lässt sich abschätzen, wann die Schwarzdecke in Steinberg ausgerollt wird. Derzeit finden im oberen Bereich in Richtung Grebs die letzten Arbeiten statt. „Die Straßenentwässerung erhält neue Einläufe, Borde wurden dort ausgetauscht, wo es nötig und sinnvoll war“, berichtet Bauüberwacher Marco Nöthe vom Beelitzer Büro ProVia. Bis zur Fertigstellung bleibt die Durchfahrt voll gesperrt.

„Eine gute Zusammenarbeit“

Die im Rahmen der Dorferneuerung verlegten Gehwege blieben unangetastet. Die Tragschicht ist eingebaut. „Bis auf wenige Ausnahmesituationen kommen die Steinberger auf ihre Grundstücke. Die Zusammenarbeit zwischen Bauleuten und Einwohnern ist gut“, schätzt Jörg Schadow vom Kreisstraßenbetrieb die Lage ein.

Die durch Steinberg führende Kreisstraße ist derzeit die einzige Ortsdurchfahrt, die der Landkreis ausbauen lässt. Andere Objekte sind abgeschlossen oder in Vorbereitung. Für Steinberg bekam der Kreisstraßenbetrieb Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrswegefinanzierungsgesetz. Die Baustrecke reicht bis zum Ortseingang von Grebs. Noch unklar ist, wann es einen Ausbau der Fahrbahn von der Landesstraße Glienecke-Ziesar (Postbrücke) bis zum Steinberger Ortseingang geben wird. Auch dieser Abschnitt gehört zu der bis Gräben führenden Kreisstraße.

Von Frank Bürstenbinder

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