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Brandenburg/Havel Arbeitslosenquote wieder zweistellig
Lokales Brandenburg/Havel Arbeitslosenquote wieder zweistellig
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00:36 02.08.2015
Quelle: dpa
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Brandenburg an der Havel

Die Arbeitslosenquote in Brandenburg an der Havel und den umliegenden Orten ist im Juli um 0,1 Prozent auf zehn Prozent angestiegen. Das teilte Christine Ante, Leiterin der Brandenburger Geschäftsstelle der Arbeitsagentur, am Donnerstag mit. Nach dem am Donnerstag veröffentlichten Arbeitslosenbericht meldeten sich im Juli 663 Menschen neu arbeitslos. Das waren 213 weniger als im Juli 2014. Damit sind in der Region 5961 Menschen ohne Arbeit.

In der Stadt Brandenburg selbst sind 4404 Menschen ohne Arbeit. Das entspricht einer Quote von 11,6 Prozent und ist die rote Laterne im Bereich der Agentur für Arbeit in Potsdam. Im Juli 2014 lag die Arbeitslosenquote in der Havelstadt noch bei 12,7 Prozent.

Arbeitslosigkeit Junger stieg nur leicht

3019 Menschen sind Langzeitarbeitslose. Auf Jobsuche sind zudem 298 Jugendliche unter 25 Jahren. Das Jobcenter Brandenburg betreut die größte Gruppe der Arbeitslosen. Es sind die derzeit 3771 Hartz-IV-Empfängern. Das sind 31 mehr als im Vormonat, aber 230 weniger als genau vor einem Jahr. 633 Männer und Frauen beziehen derzeit Arbeitslosengeld von der Agentur für Arbeit. Es sind etwas mehr Männer als Frauen.

Wie Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser außerdem sagte, „liegt ein großer Bestandteil der Integrationsarbeit in den Sommermonaten in der Vermeidung der Sommerarbeitslosigkeit bei jungen Menschen“. Ziel sei es, diese unter fünf Prozent zu halten. Unter anderem durch Vermittlung von Ausbildungsstellen stieg die Arbeitslosigkeit junger Menschen nur um ein Prozent.

Hoffnung auf Besserung im Herbst

Unternehmen meldeten 150 neue Arbeitsstellen in der Havelstadt. Das sind 15 Prozent mehr als im Juni. Christine Ante hofft, dass es im Herbst wieder zu mehr Neueinstellungen kommen wird.

455 Menschen haben in diesem Monat Arbeit gefunden, zwei mehr, also 457 ihren Job verloren. 1335 Erwerbslose sind 50 Jahre und älter. Auffällig ist, dass mit fast 60 Prozent deutlich mehr Männer arbeitslos sind als Frauen. Die größte Gruppe der Arbeitslosen, nämlich 1148 Männer und Frauen, hat eine Ausbildung im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Mit 72 Brandenburgern am kleinsten ist die Zahl der erwerbslosen Geistes- und Kulturwissenschaftler.

Die meisten unbesetzten Stellen (82) gibt es in der Produktion und Fertigung.

Von Marion von Imhoff

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