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Brandenburg/Havel Archäovent lockt weit über 500 Besucher
Lokales Brandenburg/Havel Archäovent lockt weit über 500 Besucher
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18:31 17.07.2016
Junge Besucherinnen des Museumsfestes bemalen Tongefäße. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Handwerk, das es heute im Alltag nicht mehr gibt, war auf dem Hof des Pauliklosters auszuprobieren. Dazu hat das Archäologische Landesmuseum Brandenburg am Wochenende bereits zum 8. Mal vor allem Familien eingeladen. Schon am ersten Tag strömten 500 Besucher auf das Fest.

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RVBRB / Archäovent 2016 / Archäologisches Landesmuseum Brandenburg / Museumssommerfest / Impressionen / Fotos von Heiko Hesse

Anika Gumtz war mit Anna schon voriges Jahr bei diesem Museumssommerfest dabei. Die Siebenjährige ist vertieft in ein Gespräch mit einem Handwerker. Der erklärt ihr die Technik des Seifensiedens, im alten Ägypten als Rasierseife zum ersten Mal hergestellt. Fett und Lauge werden gekocht, über mehrere Stunden. Weiter nichts, keine Chemie. Das überzeugt auch den Zwölfjährigen Jonas Hettwer, Schüler an der Evangelischen Grundschule am Dom. Er will genau wissen, „was da drin ist im Topf“. Seifenverkauf, so findet der Standbetreuer, passe nicht zum Charakter dieses Festes. Hier gehe es darum, historisches Handwerk kennenzulernen. Er kommt gern zu diesem Archäovent: Es gebe es keine Scharlatanerie, wie auf so manchem in Mode gekommenen Mittelaltermarkt-Spektakel.

An zwölf Ständen warten Fachleute alten Handwerks

Im sonnigen Garten des Pauliklosters warten an allen zwölf Ständen Fachleute, die historische Handwerkskunst erklären. Horn schnitzen, Zöpfe flechten, Töpfern, Stempeln von römischen Pressblech, Schmieden. Keine Vorträge. Ausprobieren war angesagt. Spielend lernen, dann kommen auch Fragen, das Interesse wächst, mehr zu wissen.

Die Art der Organisation vom Archäovent hat sich bewährt: „anschauen, anfassen, mitmachen“, sagt Franz Schopper, Direktor des Archäologischen Landesmuseums. Mittendrin im Sommergarten, unter Kirschbäumen, freut er sich mit dem Publikum über die Lieder von „circus thalamus“. Das Duo versteht es, Erwachsene und Kinder zum Mittanzen zu verführen. Wenn Kinder mitmachen dürfen, ist Museum nicht langweilig. Ein Blick in den voll besetzten Sandkasten bestätigte das.

Archäologische Kenntnisse im Sandkasten gewinnen

Die kleinsten Besucher sind emsig dabei, sich archäologische Kenntnisse spielerisch anzueignen. Selten ist eine Kelle frei. Schon die Dreijährigen sind in Schätzgräberstimmung, bestätigt Fatima Wolgast, die mit großer Ruhe in dem Getümmel ihre Berufserfahrungen an die Kleinen weitergibt.

Es ist ein Fest lebhafter, fröhlicher Stimmung. Während die Kinder sich handwerklich ausprobieren, können die Eltern ihre eigenen Erkundungen machen. Beim Bogenschießen ist Yvonne Toch hochkonzentriert. Sie kam mit Freundin, Kind und Kegel aus Berlin angereist. Was reizt die junge Mutter am Bogenschießen? „Na, die Technik ist hier gefragt, nicht die Kraft.“

Am 20. und 21. August folgt die Archäotechnika. Zu 5000 Jahre Bauhandwerk wird es Vorführungen geben. Das Interesse an historischem Handwerk bleibt hoch.

Von Brigitte Einbrodt

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