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Brandenburg/Havel Arvato verschenkt alte Computer als neue
Lokales Brandenburg/Havel Arvato verschenkt alte Computer als neue
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09:22 25.05.2016
Cornelia Wangenheim, Christian Boer, zwei Schüler und Benjamin Steinbrenner (v.l.) bei der Übergabe der alten Rechner. Quelle: Arvato
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Brandenburg/H

„Die Schüler der Frederic-Joliot-Curie-Grundschule lernen ab sofort an zehn neuen Computern. Mit dieser Spende überraschten Christian Boer, stellvertretender Standortleiter, und Benjamin Steinbrenner, Mitarbeiter in der IT-Abteilung von Arvato, die Kinder der Grundschule in Brandenburg.“

Mit einer Pressemitteilung zu dieser vermeintlich noblen Geste wandte sich das Arvato-Callcenter jetzt an die Medien. Motto: Tue Gutes und rede darüber.

„Toll, wie begeistert die Schüler die neuen Möglichkeiten annehmen“

So soll die Welt erfahren, dass „Schulleiterin Cornelia Wangenheim nun die Digitalangebote an ihrer Einrichtung weiter ausbauen kann und die wertvolle pädagogische Arbeit mit modernen Lernangeboten ergänzt wird.“ Für die Schule ist das eine wichtige Investition in die Zukunft, heißt es in der Meldung weiter. „Es ist toll, wie begeistert die Schüler die neuen Möglichkeiten annehmen“, will sich Christian Boer im Rahmen der Spendenübergabe gefreut haben. Schließlich sei „die wachsende Medienkompetenz der Grundschüler zukünftig eine wesentliche Schlüsselqualifikation, die das Arvato-Servicecenter unterstützen möchte.“ Und damit nicht genug: „Die Brandenburger Bertelsmann-Tochter plant weiteren Schulen den Weg ins digitale Zeitalter zu ebenen.“ Wenn Bedarf bestehe, helfe man „im Rahmen unserer Möglichkeit gern weiter“, lässt Christian Boer die Öffentlichkeit weiter wissen.

300 sechs Jahre alte Rechner

Das klingt nobel. Ist es aber nicht! Das Anschreiben zu Mail, lässt hellhörig werden: „ Da sich in unserem Bestand noch weitere (formatierte) Rechner befinden, die nicht mehr benötigt werden, möchten wir (…) noch weitere Schule und Institutionen finden, die ebenfalls Interesse haben.“ Woran? Auch an zehn neuen Rechnern? Ein Anruf bei den Bertelsmännern in der Wilhelmsdorfer Landstraße schafft Gewissheit: Die vermeintlich neuen Rechner sind „etwa sechs Jahre alt.“ Und sie sind nackt, also frei von irgendwelchen Programmen und Betriebssystemen. Und sie sind nicht allein, die alten Rechner: 300 dieser nicht mehr benötigten Rechner würden darauf warten, den „Weg ins digitale Zeitalter“ der Brandenburger Schüler zu ebenen, wie es ja in der Pressemeldung hieß.

Stadt bezahlt die Aufrüstung

Schulleiterin Cornelia Wangenheim ist es sichtlich unangenehm, so vor das Loch geschoben worden zu sein. Natürlich seien das keine neuen Geräte. Sie wolle auch nicht undankbar erscheinen, aber nur dank der Stadtverwaltung, die die Kosten für die Aufrüstung der alten Rechner übernimmt, werde man die Arvato-Geräte jetzt in den Schulklassen verteilen können. Doch für Zukunft sei die Curie-Schule auch ohne Alt-Rechner besten gerüstet. Erst 2015 bekam die Schule ein hochmodernes Computerkabinett mit allem Pipapo.

Ein Anruf bei der Mebra, dem städtischen Entsorger, der auch Elektroschrott entsorgt und seine Rechner selbst auch alle drei bis vier Jahre austauscht, bringt Interessantes ans Licht: Die Entsorgung eines Computers kostet gewerbliche Nutzer etwa 10 Euro nur für den PC-Tower selbst, jedes Kilo an Kleinteilen aus Kabeln und Mäusen koste weitere 25 Cent bei der Entsorgung.

Von Benno Rougk

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